Rot-Blau: Haider sieht Chance auf Bundesebene
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Kärntens Landeshauptmann Haider sieht eine Chance für Rot-Blau auf Bundesebene, "wenn (SPÖ-Chef, Anm.) Alfred Gusenbauer seine Linie durchhält". Das sagt Haider im "Kurier". "Er müsste die Basis mehr einbinden, die dafür ist, bis hinein in Gewerkschaft und Arbeiterkammer, denn heute rennen ein paar frustrierte Alt-68-er herum, die die Zeichen der Zeit nicht verstanden haben."
Wiens Bürgermeister Häupl lässt Haider ausrichten, dieser habe das Wahlergebnis in Kärnten offenbar "nicht verdaut". Von Gusenbauer dagegen sei es "mutig und konsequent" gewesen, "sich gegen die alten Eiferer in der Partei aufzuschwingen und Zivilcourage zu zeigen". "Er hat einen Weg beendet, der die SPÖ 15 Jahre ihrer Optionen beraubt hat". Auf die Anmerkung, dass Gusenbauer sich aber zuletzt wieder deutlich distanziert habe, meinte Haider: "Wenn man unter Granatbeschuss steht, schmückt man sein Fenster auch nicht mit Blumen."
Von einer allfälligen FP-Regierungsumbildung wäre Vizekanzler Hubert Gorbach nicht betroffen, so Haider. Er geht übrigens davon aus, dass VP und FP ihre Teams gemeinsam umbilden - nach der Präsidentschaftswahl. Und was seine Person betrifft würde er ausschließen, dass er wieder FPÖ-Obmann wird.
Immer noch keine klare Antwort gibt es von Haider in Sachen Empfehlung für die Bundespräsidenten-Wahl am 25. April. Auf die Frage, wen die FPÖ bei der Wahl unterstützen werde, erklärte er. "Ich erwarte mir eine Klärung, wie's Heinz Fischer mit der Ausgrenzung hält. Er war ein treuer Vasall von Altkanzler Vranitzky." Was ÖVP- Kandidatin Benita Ferrero-Walder noch beweisen müsse? "Was sie für die Bürger tun kann. Als Außenministerin ist sie bekannt, aber es geht um die Nähe zum Volk."
(apa)
