Transitblockaden: Die großen Staus sind ausgeblieben. Dienstag geht's weiter!
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Straßenblockaden gegen Lkw-Hölle?
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Bauarbeiten auf A2 früher als erwartet beendet
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Global 2000 sperrt Semmering
Mit Protesten in Niederösterreich, Tirol und Kärnten haben am Montag Transitgegner mit den Blockaden von Autobahn- und Schnellstraßen-Teilen begonnen. Die Transitgegner protestieren damit gegen die zunehmende Belastungen durch den Lkw-Verkehr. Die Aktion soll sich bis Mittwoch erstrecken.
Der Sprecher des Transitforums Austria/Tirol, Fritz Gurgiser, hat zum Auftakt der Aktionen neuerlich die Verhängung von neuen Lkw-Fahrverboten für bestimmte Güter und deren Verlegung auf die Bahn verlangt. Für Gurgiser sind die Proteste "eine deutliche Ostermahnung" an die Politik, gesetzliche Verpflichtungen aus dem Immissionsschutzgesetz Luft und der Alpenkonvention auch umzusetzen.
Aufhorchen ließ Verkehrsminister Gorbach mit der Bemerkung, die Blockaden würden Österreichs Stellung innerhalb der EU verbessern. "Ich sehe die Blockaden als Stärkung meiner Verhandlungsposition in Brüssel. Denn damit wird auch für die EU sichtbar, wie ernst es der transitgeplagten Bevölkerung ist", so Gorbach am Montag.
In Niederösterreich ist die erste Transit-Blockade am Montagvormittag nach etwa 90 Minuten zu Ende gegangen. Schauplatz einer Bürgerversammlung war die Stockerauer Schnellstraße (S5) bei Grafenwörth/Jettsdorf (Bezirk Tulln). Der Protest richtete sich insbesondere gegen die geplante Autobahnbrücke bei Traismauer, die Teil des "Knoten Nord" ist und den Ring um Wien schließen soll.
Kurz nach 14.30 Uhr wurde auch die wichtige Nord-Süd-Verbindung der Inntalautobahn (A12) bei Münster im Tiroler Unterinntal für den gesamten Verkehr gesperrt. Größere Staus gab es in Tirol nicht. Lkw wurden auf Auffang-Parkplätze abgeleitet, der umgeleitete Pkw-Verkehr lief über die B171, die Tiroler Bundesstraße. Die Transitgegner in Tirol machten das Protestgelände zum "Spielplatz Autobahn". Kinder und Jugendliche tollten herum und fuhren Rad, zwei Reiter waren hoch zu Ross unterwegs.
In Kärnten gab es Montagabend Blockaden auf beiden Seiten. Kurz nach 22 Uhr ist die Sperre wieder aufgehoben worden. Die Proteste der 300 Demonstranten verliefen ohne Zwischenfälle.
(APA)
