Montag, 29. März 2004

Gusenbauer weist Haider in die Schranken: "Soll sich um eigene Partei kümmern"

  • Nächste Runde im rot-blauen Streit. SPÖ weist Haiders Urabstimmung-Idee zurück
  • MITSTIMMEN: Sind Sie für eine rot-blaue Koalition im Bund?

SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer hat die Aufforderung des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider, die Sozialdemokraten sollten eine Urabstimmung über eine rot-blaue Zusammenarbeit machen, zurück gewiesen. "Der Landeshauptmann soll sich lieber um seine eigene Partei kümmern", so Gusenbauer am Montag am Rande einer Pressekonferenz zur Bruno Kreisky-Preisverleihung.

Die Frage, ob innerhalb der SPÖ über eine Urabstimmung nachgedacht werde, wollte Gusenbauer aber nicht konkret beantworten. Im Zusammenhang mit den Restitutionsbemühungen der österreichischen Bundesregierung an ehemalige NS-Opfer hielt der SPÖ-Chef fest, dass sich die SPÖ intensiv mit der eigenen Rolle im Umgang mit ehemaligen Nationalsozialisten auseinandersetze. Derzeit werde an einem Bericht gearbeitet, der "braune Flecken" aufdecken soll und im nächsten Jahr veröffentlicht werde. "Ich bin gespannt, wann andere Parteien unserem Beispiel folgen werden", sagte Gusenbauer. (apa)

29.3.2004 13:35