Stronach im Pech: Unterhaltungs-Firma macht hohe Verluste
- MEC, die Mutterfirma des Pferdesportparks "Racino", rutscht mit über 100 Millionen Dollar ins Minus
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Am 4. April eröffnet das "Racino", das neue Pferdesportzentrum von Magna-Eigentümer Frank Stronach in Ebreichsdorf bei Wien. Wie das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner Dienstag erscheinenden Ausgabe berichtet, rutschte der vom Automotive-Bereich getrennte, börsenotierte Unterhaltungs-Teil seines Konzerns im Vorjahr allerdings weit tiefer ins Minus, als bisher bekannt. Der Verlust ("net loss") der Muttergesellschaft des "Racino", der gerade fünf Jahre alte amerikanische Rennbahnbetreiber Magna Entertainment Corp. (MEC), rutschte aufgrund hoher Abschreibungen und Investitionen von minus 14,4 (2002) auf minus 105 Millionen Dollar.
Die Finanzierung des Pferde-Projekts in Österreich erfolgte nach Recherchen des "trend" daher bisher auch zu einem Gutteil aus Erträgen des Automotive-Bereichs: etwa 19,7 Millionen Euro an Zuschüssen der Magna Investment N.V. für den Grundstückserwerb - so steht es in der Bilanz der verantwortlichen MEC-Grundstückentwicklungs GmbH. Einen anderen Teil deckte Stronach indirekt durch den Verkauf von Immobilien (Werkswohnungen) ab, die Magna damals im Zuge der heftig, weil als zu billig kritisierten Übernahme von Steyr Daimler Puch (SDP) von der BA/CA erworben hatte. Im Jahr 2002 verschmolz Stronach nämlich die Immobilienfirma der SDP (Landholdings GmbH) mit der österreichischen Rennbahngesellschaft (MEC Grundstücksentwicklungs GmbH). Dadurch wanderten immerhin 33 Millionen Euro an Reserven zum "Racino". Magna-Sprecher Andreas Rudas bestätigt: "Das war Teil eines Agreements mit den Magna-Aktionären"
Wie riskant Stronach unterwegs ist, zeigt auch die interne Besucher-Kalkulation: Im Vollbetrieb erwartet "Racino"-Chefmanager Bruno Schlintner rund eine Million Gäste und 15 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Bisher allerdings, so der Galopperverband, interessierten sich österreichweit jährlich gerade 90.000 Fans für einschlägige Veranstaltungen.
Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von trend!
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