Streikdrohung bei AUA: Gespräche gehen am Montag weiter
- Sörensen wird selbst an Verhandlungen Montagvormittag teilnehmen
- Bord-Betriebsrat nun wieder "vorsichtig optimistisch"
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Die neue Androhung des AUA-Bord-Betriebsrats, im Fall des Scheiterns der laufenden KV-Verhandlungen im Vorfeld der Osterfeiertage neuerlich Streiks durchzuführen, hat offensichtlich Wirkung gezeigt. Sie führt zu neuen Verhandlungen. Am Montag beginnt die nächste Verhandlungsrunde.
AUA-Vorstandsvorsitzender Vagn Sörensen habe den AUA-Bord-Betriebsrat für Montagvormittag zu neuerlichen Verhandlungen eingeladen, an denen auch Sörensen selbst teilnehmen werde, berichtete AUA-Bord-Spitzenbetriebsrat Wolfgang Hable am Freitag der APA. Diese Gesprächseinladung werde man "natürlich annehmen".
Hable, der heute Vormittag ein Scheitern der Gespräche befürchtet hatte, zeigte sich nun für den weiteren Verlauf der Gespräche wieder "vorsichtig optimistisch". Man werde am Montag sehen, ob Sörensen "den Weg des Konflikts oder den des 17. November gehen" wolle.
Am 17. November 2003 hatte sich das AUA-Vorstandsquartett mit den Pilotenvertretern - nach monatelangen Verhandlungen und mehreren Streiks - unter der Schirmherrschaft der Sozialpartnerspitzen auf "Eckpunkte" des KV in einer Kompromissvereinbarung geeinigt. Die Details sollten laut damaliger Vereinbarung bis Ende März ausverhandelt werden.
Streikdrohung
"Die Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag drohen zu scheitern, der Vorstand muss nach dem 31. März, 24 Uhr, wieder mit Arbeitskampfmaßnahmen rechnen. Dabei geht es nicht um Betriebsversammlungen, sondern definitiv um Streiks", hatte AUA-Bord-Spitzenbetriebsrat Wolfgang Hable am Freitag angekündigt - und damit den Vorstand aufgerüttelt.
Laut der im November erzielten Vereinbarung sollen die Details für einen neuen KV für AUA- und Lauda Air-Piloten bis zum 31. März stehen.
Scharfe Kritik an Sörensen
Das Problem sei der "mangelnde Entscheidungswillen des Vorstands", der offensichtlich in Zusammenhang mit den Gerüchten über einen möglichen Wechsel des AUA-Vorstandsvorsitzenden Vagn Sörensen zur Lufthansa stehe, sagte der stellvertretende AUA-Bord-Betriebsratsvorsitzende und Verhandlungsführer auf Arbeitnehmerseite.
Offensichtlich wolle sich Sörensen vor seinem Abgang nicht mehr die Finger verbrennen und habe keinen Kopf mehr für die Verhandlungen, so Hable.
Flugbegleiter-Gehalt als Zankapfel
Inhaltlich würden sich die Verhandlungen vor allem an den Gehältern für die Flugbegleiter, einem Prämienmodell, der geplanten Mitarbeiterbeteiligung und den Übergangsregelungen für Piloten-Gehälter spießen, berichtet Hable.
(apa/red)
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