Mittwoch, 24. März 2004

Hinter der ETI: EU-Rebell Hans-Peter Martin

  • Reihung nach Anwesenheit im Plenum
  • Martin gibt sich selber vierten Rang

Der von den Europäischen Sozialdemokraten ausgeschlossene österreichische EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin steht hinter der Gruppe, die am Mittwoch eine Reihung der Arbeitsleistung der heimischen Europa-Abgeordneten vorgelegt hat. Zentrales Kriterium ist für Martin die Anwesenheit an Plenartagen.

Er selber liegt mit 93,4 Prozent unter den 21 Abgeordneten an vierter Stelle.

Martin hat den Arbeitsvergleich, der auch die Anwesenheit in den Ausschüssen und bei namentlichen Abstimmungen sowie die Berichte, Stellungnahmen und Reden erfasst, als Bericht der "Europäischen Transparenz-Initiative" (ETI) veröffentlicht.

Die ETI hatte Martin bereits im Jahr 2000 gegründet, auch damals gab es nur einen Vergleich der österreichischen Abgeordneten. In Kürze werde es aber auch die Aufstellung der Arbeitsleistung anderer EU-Abgeordneter geben.

Die ETI werde es jedenfalls noch zwei Jahre geben, unabhängig davon, ob Martin EU-Abgeordneter bleibt oder nicht, sagt Martin. Das Geld dafür sei vorhanden.

Martin "vorläufig" alleine
"Vorläufig trage ich noch alleine die Verantwortung" für die ETI, sagt Martin, aber "wir sind eine Gruppe".

Manche, die Material zuliefern, wollten allerdings nicht in der Öffentlichkeit genannt werden.
(apa, red)

24.3.2004 15:25