Emissionenhandel: Von 2005-2007 sind 32 Mio. Tonnen vorgesehen
- Damit liegt die Zuteilung deutlich unter den Forderungen der Industrie. Grüne sehen Rückschritt beim Klimaschutz.
Die CO2-Zuteilung an die Wirtschaft ist etwas erhöht. Grüne und Umweltorganisationen protestieren. Die vom Umweltministerum veröffentlichten Zahlen über den Emissionshandel sind seit heute unter www.eu-emissionshandel.at online abrufbar.
Für die erste Periode 2005 werden folgende Emissionszertifikaten veröffentlicht: Mit jährlichen Ausstoßberechtigungen von 32,48 Mio. Tonnen Kohlendioxid liegt der Wert nur 330.000 Tonnen über den im Ministerrat vereinbarten Eck-Daten und deutlich unterhalb der von Industrie und Energiewirtschaft geforderten Zuteilung (bis zu 35,9 Mio. Tonnen).
Die der Wirtschaft in dem Entwurf zugeteilte Menge von 32,482 Mio. Tonnen beinhaltet bereits einen Reservetopf von 1,2 Prozent, dessen Zertifikate zunächst nicht verteilt werden. Sie sind für neue Projekte reserviert. Drei Viertel davon sind für die Industrie, ein Viertel für die Energiewirtschaft vorgesehen. Exklusive der vorgesehenen Reserven werden damit jährlich 32,09 Mio. Tonnen an Gratis-Ausstoßrechten zugeteilt.
Grüne protestieren
"Der heute veröffentlichte Allokationsplan bedeutet einen massiven Rückschritt beim Klimaschutz in Österreich", kritisiert Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen. Geht man von den realen Emissionen der betroffenen Anlagen aus, ergibt sich sogar eine Steigerung um 12%, da das Umweltministerium in die Berechnungsbasis auch Anlagen mit einbezogen hat, die erst nach 2001 genehmigt wurden. (APA/Red.)
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