Freude bei Telekom Austria: Gewinn 2003 verzehnfacht
- Vorstand überlegt Dividenden- auszahlung von 0,13 Euro pro Aktie.
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Freude bei der österreichischen Telekom Austria: Der konsolidierte Nettogewinn 2003 stieg von 12,8 auf 134,2 Millionen Euro. Der Vorstand nimmt das zum Anlass eine Auzahlung von 0,13 Euro je Aktie vorzuschlagen. Für 2004 wird jedoch eine "Verflachung der Wachstumsraten" erwartet.
Weiters hat der TA-Vorstand angekündigt, von seinem Aktienrückkaufsrecht ab sofort auch über die Börse Gebrauch zu machen. Demnach werde der Umsatz heuer zwischen 0 und 1 Prozent und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 1 und 2 Prozent steigen, hieß es. Beim Nettoergebnis werde erneut ein überproportionaler Anstieg von "deutlich über 10 Prozent" erwartet, der Grund dafür seien die Verbesserung des bereinigten EBITDA und weiterhin rückläufige Abschreibungen. Mögliche Effekte aus der Steuerreform seien in den Prognosen aus Mangel an Detailinformationen nicht berücksichtigt.
Der Umsatz der TA-Gruppe erhöhte sich - exklusive der Erlöse aus Mehrwertdiensten durch Dritte, die 2003 bei knapp 46 Mio. Euro lagen und die die TA in ihrer Bilanz entsprechend einem Gerichtsurteil nicht mehr voll in ihrer Bilanz darstellen darf - leicht um 1,9 Prozent auf 3,92 Mrd. Euro, das bereinigte EBITDA wuchs um 3,1 Prozent auf 1,51 Mrd. Euro. Die höhere Profitabilität und niedrigere Abschreibungen und Aufwendungen aus Wertminderungen ließen das Betriebsergebnis (EBIT) im Vorjahr um 35,4 Prozent auf 369,8 Mio. Euro steigen, so die TA weiter. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 0,03 auf 0,27 Euro.
Beim Ergebnis lag die TA damit über den Prognosen der von der APA befragten Analysten, die für den Nettogewinn im Schnitt 118,9 Mio. Euro, für das EBITDA 1,49 Mrd. Euro und für das EBIT 345,3 Mio. Euro erwartet hatten. Beim Umsatz lag die TA leicht unter den Erwartungen, die Analysten hatten im Schnitt einen Wert von 3,94 Mrd. Euro prognostiziert.
Im konsolidierten Nettoergebnis sei der Ertrag aus dem Verkauf des 26-prozentigen Anteils an dem führenden Telefonbuchherausgeber Herold Business Data AG enthalten. Die Nettoverschuldung sank per Ende Dezember 2003 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,7 Prozent auf 2,64 Mrd. Euro.
Die TA habe - außerbörslich - bereits am 27. Februar 2004 Aktien zurückgekauft. Ab sofort werde man auch über die Börse zurückkaufen, es stünden noch Reserven von bis zu 270 Mio. Euro zur Verfügung, hieß es. Zum gestrigen Aktien-Schlusskurs von 11,35 Euro würde dies 23,8 Millionen Aktien oder 4,8 Prozent des Aktienkapitals von Telekom Austria per 31. Dezember 2003 entsprechen. Die TA kann laut einem Hauptversammlungsbeschluss bis zum 3. Dezember 2004 bis zu 50 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 9 und 15 Euro zurückkaufen.
Die TA habe "die Absicht, die Rückkäufe über die Börse abzuwickeln" und sie so zu limitieren, so dass die Staatsholding ÖIAG, die als Haupteigentümer inklusive Wandelanleihe 47,2 Prozent an der TA besitzt, nicht mehr als 50 Prozent der ausstehenden Aktien hält. Die restlichen 52,8 Prozent der TA stehen - seit dem Vollausstieg der Telecom Italia im Jänner 2004 aus der TA - in Streubesitz.(APA/Red.)
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