Frank Stronachs Finanzen: Honorare über die Schweiz versteuert
- Gewinne der Schweizer "Stronach & Co" fließen weiter in das Steuerparadies Jersey
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Die unglaubliche Karriere des Austrokanadiers
Der Austrokanadier Frank Stronach ist als Gründer des Auto-Zulieferkonzerns Magna und seit den Achtzigerjahren Großinvestor in Österreich weithin bekannt. Die Gagen, die er jährlich für "Beratertätigkeiten" vom Magna-Konzern erhält, versteuert er über eine im Schweizer Zug beheimatete Kommandit-Gesellschaft. Die Unternehmens-Besteuerung liegt hier bei etwa elf Prozent.
Stronach hat 1994 seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt und die Europa-Zentrale des Konzerns im niederösterreichischen Oberwaltersdorf aufgemacht. Dies berichtet die Stadtzeitung "Falter" in ihrer am Mittwoch erscheinenden Ausgabe.
Der in dem kleinen Schweizer Unternehmen Stronach & Co anfallende Gewinn wird laut Gesellschaftsvertrag an den Komplementär der Gesellschaft "Enzian Investments & Consulting Limited" abgeführt, der auf der Ärmelkanalinsel Jersey, einem zu Großbritannien gehörenden "Steuerparadies", beheimatet ist. Als einziger Vertreter der 1994 gegründeten Enzian Investments scheine dort ein öffentlicher Notar auf, heißt es in dem Bericht.
Die Verträge für die jährlichen Beraterhonorare Stronachs - 2003 sollen es mehr als 34 Mio. Dollar gewesen sein - würden über die "europäischen Unternehmen" des Konzerns (also offenbar auch Magna Steyr) abgeschlossen, berichtet der "Falter" unter Berufung auf einen kritischen Aktionärsvertreter in Kanada.
Mit dem Fall konfrontierte Steuerexperten, die namentlich nicht genannt werden wollten, hätten die Ansicht geäußert, dass Stronach mit seinen Beratungshonoraren in Österreich steuerpflichtig sei. Die österreichischen Abgabebehörden hätten nun "Handlungsbedarf", heißt es.
(apa, red)
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