Dienstag, 23. März 2004

Sparkassen erreichten 2003 Rekord-Betriebsergebnis

Die Sparkassengruppe in Österreich hat im Geschäftsjahr 2003 beim Betriebsergebnis den höchsten Wert aller Zeiten erreicht, beim Vorsteuergewinn (EGT) gab es nach Angaben von Verbandspräsident Josef Kassler den höchsten Zuwachs seit sechs Jahren. Im Jahr 2002 hatte es zweistellige Gewinnrückgänge gegeben, damals hatte der hohe Verlust der Tiroler Sparkasse (TiSpa) die Gruppenbilanz verhagelt.

"Steigerungsfähig" ist Kassler zufolge die Eigenkapitalverzinsung der Gruppe in Österreich. Sie lag Ende 2003 bei 5,1 Prozent, kommend von 2,6 Prozent im Jahr 2002. Kassler wie auch der neue Verbandsgeneralsekretär Michael Ikrath fügten jedoch hinzu, dass bei dieser Quote bei den Sparkassen die traditionell starke Eigenmittelausstattung zu Buche schlage.

Die Sparkassen-Gruppe bestand per Ende 2003 aus Erste Bank AG (Inland) und 61 Bundesländersparkassen. Durch drei steirische Fusionen wird die Zahl der Bundesländersparkassen demnächst auf 58 zurück gehen.

Die Bilanzsumme der Sparkassen-Gruppe in Österreich stieg laut Verband im Vorjahr um 6,5 Prozent auf 109,8 Mrd. Euro. Damit lag man über dem Durchschnitt aller Kreditinstitute im Inland.

Trotz weiter schwacher Konjunktur gab es Wachstum bei der Kreditvergabe. Die Ausleihungen bei den Sparkassen wuchsen um 1,3 Prozent.

Einen historischen Rekordwert meldete Kassler heute bei den Spareinlagen. Sie stiegen in der Gruppe um 2,2 Prozent auf 26,8 Mrd. Euro. Insgesamt nahmen die Primärmittel in der Gruppe um 7,1 Prozent auf 62,9 Mrd. Euro zu. Anders als andere Mitbewerber habe man neue Kunden gewonnen.
(apa)

23.3.2004 16:40