EStAG-Paierl: "Bin fest entschlossen, die Stellung zu halten"
- Ex-Kollege Hirschmann habe Brand selbst gelegt: Machtwechsel als Ziel
- EStAG-Abfertigung für Ex-Vorstände: Heftige Reaktionen!
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Der steirische Finanz- und Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl, der in der EStAG-Affäre ins Schussfeld geratene Eigentümervertreter des Landes, hat zum Gegenangriff geblasen: In einer Erklärung verwahrte er sich gegen "bösartige Intrigen" und attackierte seinen Ex-Regierungs- und Fraktionskollegen, den entlassenen EStAG-Vorstand Gerhard Hirschmann frontal: "Der Feuerwehrmann hat selbst Brand gelegt".
Der Löschschaden scheine heute größer zu sein als der Brandschaden. An Rücktritt denke er, Paierl, nicht: Es sei entschlossen, die Stellung zu halten.
Paierl äußerte sich umfangreich über eine "höchst professionell angelegte Diffamierungskampagne", die seit Monaten von gewissen Medien und in Mundpropaganda gegen ihn, seine Familie und seine Mitarbeiter geführt werde. Mit "atemberaubenden Falschmeldungen" sei alles versucht worden, um ihn "privat fertig zu machen".
Dieses Vorgehen habe System, so vermutet Paierl: Schon im Sommer 2003 hätten "gewisse Herren Landeshauptfrau Waltraud Klasnic ultimativ aufgefordert, mich in die Wüste zu schicken". Klasnic, der gegenüber er uneingeschränkte Loyalität betonte, habe sich aber nicht beeindrucken lassen.
Seine Verantwortung als Eigentümervertreter habe er "geradezu leidenschaftlich" wahrgenommen. Wie Klasnic sei auch er sofort für eine "professionelle Aufklärungsarbeit" eingetreten. Hirschmann hingegen sei es nur um "Selbstinszenierung" gegangen: Er habe ein ganzes Jahr seiner Führungsaufgabe damit verstreichen lassen, "hauptberuflich auf dem Kriegspfad" zu sein.
Der zentrale Vorwurf des Rechnungshofes, nämlich die Strategielosigkeit, falle in diesem Zeitraum ausdrücklich in Hirschmanns Verantwortung: "Er hat selbst offenbar keinen Finger gerührt, um das entscheidende Problem des Unternehmens, für das er zuständig war, anzupacken".
Paierl fügte noch die in eine Frage verpackte, etwas gewagte These hinzu, Hirschmann hätte seinen Hinauswurf selbst provoziert, um als "Robin Hood" auf das regionale politische Spielfeld zurückzukehren: "Sein Ziel ist es offenbar, einen Machtwechsel an der Spitze der Steirischen Volkspartei und damit des Landes herbeizuführen". Nach der Verlesung seines Textes verließ Paierl kommentarlos den Raum. Journalistenfragen wurden keine zugelassen.
(APA/Red.)
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