Montag, 22. März 2004

Gewerkschaftskreise: Siemens droht mit Verlagerung von 10.000 Jobs!

  • Stellen sollen von Deutschland nach Osteuropa und Asien übersiedeln
  • In Österreich "keine derartigen Überlegungen"

Der deutsche Siemens-Konzern erwägt nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen Stellenverlagerungen für weitaus mehr deutsche Standorte als bisher bekannt. "Die Größenordnung, um die es hier geht, liegt auf alle Fälle im fünfstelligen Bereich", erfuhr Reuters am Montag.

Bei Gesprächen von Management und Arbeitnehmervertretern im Wirtschaftsausschuss am 31. März gehe es nicht nur um die in diesem Zusammenhang bereits genannten Standorte Bocholt und Kamp-Lintfort der Mobilfunksparte. Vielmehr gebe es ähnliche Konzepte auch für die Netzwerksparte, die Verkehrstechnik, die Automatisierungssparte sowie den Bereich Energieübertragung. Im Gespräch seien alternative Standorte in Osteuropa und Asien.

Die Tageszeitung "Die Welt" berichtete am Montag ebenfalls über Verlagerungspläne für andere Siemens-Sparten. Siemens selbst bestätigte die Angaben nicht. "Wir kommentieren das nicht", sagte eine Konzernsprecherin.

In Österreich gebe es derzeit keinerlei derartige Überlegungen, hieß es aus der Siemens Österreich-Pressestelle am Montag auf APA-Anfrage.

(apa/red)

22.3.2004 11:32