ÖFB-Team: Kein Debütant aber sieben Änderungen
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Hans Krankl hat seinen ersten Kader 2004 bekannt gegeben. 18 Mann sind für den Tripp gegen die Slowakei nominiert. Debütanten bleiben aus, dafür gibt es gleich sieben Änderungen. Und: Die Kapitäns-Schleife ist vakant.
Anstelle von Flögel, Glieder, Martin Hiden, Linz, Plassnegger, Standfest und M. Wagner sind diesmal Ehmann, Hieblinger, Katzer, Kollmann, Scharner, Wallner und Weissenberger mit von der Partie.
Viele Sorgenkinder
"Ich hatte mit der Nominierung diesmal wegen Erkrankungen oder Verletzungen einige Probleme. Ich musste viele Gespräche mit den Trainern führen", begründete der 51-jährige Wiener am Montag auf der Pressekonferenz in Wien die vielen Änderungen.
Seine Sorgenkinder hießen bis zuletzt Ehmann, Stranzl, Ivanschitz und Kirchler. Doch spätestens bis Mittwoch sollten alle zur Verfügung stehen. Während etwa M. Hiden noch rekonvaleszent, M. Wagner momentan nicht in Form ist, Cerny und Flögel in ihren Vereinen derzeit nicht erste Wahl sind, verzichtet Krankl auf Linz "freiwillig".
Linz aus erzieherischen Gründen nicht dabei
Der junge Admira-Stürmer ist nach seinem Ellbogen-Check gegen den GAK-Spieler Sick für drei Spiele gesperrt. "Ihn habe ich aus erzieherischen Gründen nicht einberufen. Sollte er weiter gut spielen, ist er das nächste Mal dabei", meinte der Teamchef zu seiner Entscheidung.
Apropos Angriff: Obwohl er von Akagündüz im Teamcamp in Florenz angetan war, fehlt auch der Türkei-Legionär. Krankl hat "Hanifi" von seinem Co Slavko Kovacic am Wochenende (Istanbulspor - Matalyaspor 0:0) beobachten lassen und danach von einer Nominierung Abstand genommen.
Mit Schopp als Kapitän?
Mit Flögel verlor der Teamchef nicht nur einen weiteren Führungsspieler, sondern auch seinen Kapitän. Gegen die Tschechen war Ivanschitz als jüngster Spieler zum Spielführer avanciert. Wer diesmal die Schleife tragen wird, ist noch nicht entschieden.
Ein Kandidat könnte Schopp sein, dessen Berücksichtigung Krankl wegen mangelnder Spielpraxis in den Reihen von Brescia als "Bauchentscheidung" bezeichnete. "Er muss aber aufpassen, dass er nicht ein Manninger-Schicksal erleidet. Würde er sich im Sommer verändern, wäre das für das Team gut."
Personal-Diskussion hin und her: An der Krankl-Devise für die drei Frühjahrsländerspiele am Mittwoch, am 28. April gegen Luxemburg (in Innsbruck) und am 25. Mai gegen Russland (in Graz) sowie dem "Geburtstagstreffen" (100 Jahre ÖFB) am 18. August gegen Vize-Weltmeister Deutschland (in Wien) ändert dies alles nichts.
Vollgas vom ersten Spiel an
"Wir müssen vom ersten Spiel an Gas geben, Selbstvertrauen tanken und gute Resultate erzielen, um im Herbst in der WM-Qualifikation gegen die schweren Gegner gerüstet zu sein."
Andernfalls werde alles noch viel schwieriger als es ohnehin schon ist. "Meine Spieler müssen jenen Geist haben, der ihnen sagt, dass sie in Wien an einem guten Tag auch England oder Polen schlagen können", meint Krankl. Slowakei kommt im 17. Länderspiel unter seiner Ära gelegen. Gegen den Nachbarn hat der Wiener am 27. März 2002 in Graz sein erfolgreiches Debüt auf der ÖFB-Bank gegeben. Damals siegte Österreich durch Tore von Brunmayr und Weissenberger 2:0.
(apa/red)
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