Donnerstag, 25. März 2004

Champions League: Real Madrid & Arsenal auf Semifinal-Kurs

  • Arsenal mit psychologischem Vorteil im Londoner Derby
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Arsenal hat gute Karten im Kampf um das Semifinale der Champions League. Nach dem Lehmann-Patzer rettet Pires das 1:1. Arsene Wenger lobt die Moral seiner Truppe. Real reicht eine gute zweite Hälfte.

Arsenal-Keeper Lehmann war sich nach seinem Lapsus in der 53. Minute, der Eidur Gudjohnsen die Führung für Chelsea ermöglicht hatte, keiner Schuld bewusst.

"Der Spieler hat da sehr viel Glück gehabt, dass ich ihn eben so getroffen habe, dass der Ball wieder vor seinen Füßen lag. Das passiert ein von zehn Mal. Ich habe in dem Moment das Richtige gemacht und hatte dann in der Ausführung Pech", kommentierte der deutsche Teamtorhüter seinen missglückten Rettungsversuch außerhalb des Strafraums.

Psychologischer Vorteil für die "Gunners"
Trainer Arsene Wenger wollte seinen Keeper dagegen nicht gänzlich freisprechen. "Er hatte eine kleine Mitschuld, das weiß er auch", meinte der Elsässer. Doch nach dem Ausgleich durch Pires sechs Minuten später war die Arsenal-Welt wieder in Ordnung. "Dieses Resultat gibt uns einen psychologischen Vorteil. Nach dem Gegentor haben wir Charakter-Stärke gezeigt", lobte Wenger seine Truppe, die gegen Chelsea bereits seit 17 Pflichtspielen ungeschlagen ist.

Die "Blues", die bisher ebenso wie Arsenal noch nie in einem Champions-League-Semifinale standen, haben die Hoffnung auf einen Aufstieg aber noch lange nicht aufgegeben.

Ranieri angezählt
"Wir wissen, dass Arsenal derzeit in einer anderen Welt spielt. Aber es ist noch nicht vorbei, denn wir waren in dieser Saison auswärts sehr stark", sagte Trainer Claudio Ranieri, dessen Millionen-Truppe alle fünf Champions-League-Spiele 2003/04 in der Fremde ohne Gegentreffer gewonnen hat.

Angesichts des Rückstands von neun Punkten auf Arsenal in der Meisterschaft dürfte den Italiener ein Ausscheiden in der Elite-Liga wohl spätestens zu Saisonende den Job kosten. Dennoch wurde Ranieri von den Chelsea-Fans mit Sprechchören gefeiert. "Dafür danke ich allen, aber die Fans müssen auch die Spieler unterstützen, denn sie haben es verdient. Es kann ein neuer Trainer oder auch ein neuer Klub-Boss kommen, aber Chelsea bleibt Chelsea."

25.3.2004 15:20