Stronach will Bundesligisten kaufen: Salzburg Kandidat
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In Salzburg ist der Kauf-Wunsch von Bundesliga-Präsident Frank Stronach, der einen Klub für seine Pläne mit jungen Spielern übernehmen möchte, in aller Munde. Kauft Stronach Salzburg?
Vereinschef Rudi Quehenberger, der zum Austro-Kanadier mit gegenseitigen Besuchen in St. Tropez und Übersee ein sehr freundschaftliches Verhältnis pflegt, sagte zu dem Thema nur kurz: "Ich will es weder dementieren, noch bestätigen."
Neue Stronach-Pläne
Das von Frank Stronach geforderte Tiger-Team wird es definitiv nicht geben. Aber der Big Spender zaubert bei der Präsidentenkonferenz in Oberwaltersdorf die nächste Idee aus dem Hut: Jetzt will einen Bundes- oder Erstligisten kaufen. "Ich werde das tun um dort junge Österreicher spielen zu lassen."
"Es muss alles dafür getan werden, dass Österreich bei der Heim-EM 2008 eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung hat", erklärte der Austro-Kanadier seine jüngste Idee.
Welchen Klub er erwerben will, gab Stronach nicht bekannt. "Er wird wohl einige Anrufe von Präsidenten kriegen", vermutete Sturm-Boss Hannes Kartnig, der dem Liga-Präsidenten attestierte, "jetzt schon viel Ahnung vom Fußball" zu haben. Rapid-Chef Rudolf Edlinger gab hingegen zu bedenken: "Wenn er einen Bundesliga-Klub kauft, muss man sich anschauen, ob das rechtlich möglich ist."
Tendenz zur Kalendermeisterschaft
Bei der Präsidentenkonferenz zur Sprache kamen zudem auch allgemeine Struktur-Verbesserungen für junge Österreicher (u.a soll der Topf, aus dessen Mitteln jene Klubs, die viele Österreicher einsetzen, belohnt werden, massiv "aufgefettet" werden), was Stronach allerdings noch mit dem ÖFB ausdiskutieren will.
Weitere Themen betrafen die mögliche Einführung einer U21- oder U23-Meisterschaft sowie die Umstellung auf eine "Kalendermeisterschaft". Diese Punkte sollen von den Sportdirektoren der Klubs ausdiskutiert werden, Bundesliga-Vorstand Peter Westenthaler hat jedoch "eine Tendenz in Richtung Ganzjahres-Meisterschaft" ausgemacht. "Aber eine Umstellung wäre frühestens in der übernächsten Saison möglich."
Volles Vertrauen zu Kronsteiner
Stronach nahm auch zur Entlassung von Austria-Coach Joachim Löw Stellung. "Ich habe ihm gesagt, dass wir unter seiner Führung schlecht gespielt haben", sagte der Austria-Geldgeber und erwähnte in diesem Zusammenhang, dass es im Fußball wie in der Wirtschaft "keine unfähigen Arbeiter, sondern nur unfähige Manager" gebe.
Er habe volles Vertrauen zu Günter Kronsteiner. "Er ist ein ruhiger Typ, der gute Analysen macht", lobte er seinen neuen starken Mann bei der Austria, dessen Verweildauer auf der violetten Betreuerbank vielleicht jene seiner Vorgänger übersteigen könnte. "Ich hätte es am liebsten, wenn ein Austria-Trainer so wie ein guter Manager über zehn Jahre bleibt", so Stronach.
Stronach bleibt dem Fußball treu
Dem Fußball werde er auf alle Fälle nicht so schnell den Rücken kehren. "Das ist eine soziale Verpflichtung für mich, denn Fußball ist als Massensport sehr wichtig. Mir wird der Geduldsfaden nicht reißen", versprach der Magna-Boss.
