Dienstag, 23. März 2004

Mercedes-Sportchef kämpferisch: "In uns steckt mehr"

  • Für Haug kann Schumi derzeit regelrecht übers Wasser gehen
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Bei den Silberpfeilen hat man die Hoffnung nach dem total verpatzten Saison-Start noch nicht aufgegeben. "Wir werfen die Flinte nicht ins Korn", gibt sich Sportchef Norbert Haug kämpferisch.

"Dafür gibt es keinen Grund", sagte der 51-Jährige in einem Interview mit der am Mittwoch erscheinenden "Sport-Bild". Haug erinnerte an die vergangene Saison: "Wir wären 2003 fast Weltmeister mit einem Auto geworden, das einige als nicht konkurrenzfähig aburteilten. Nur ein Motorschaden von Kimi Räikkönen am Nürburgring kostete uns letztlich den Titel."

Nur Coulthard konnte bislang punkten
Nach den ersten beiden WM-Läufen des Jahres in Australien und Malaysia rangiert McLaren-Mercedes nur an fünfter Stelle in der Konstrukteurswertung.

Während der Schotte David Coulthard einen achten und einen sechsten Platz (insgesamt vier Punkte) herausfuhr, fiel Vizeweltmeister Räikkönen zwei Mal wegen technischer Probleme aus.

"In uns steckt mehr"
"Wir denken, dass in unserem Team mehr steckt, als wir bisher gezeigt haben", sagte Haug. Deshalb müsse man jetzt konzentriert weiterarbeiten, um das Gesamtpaket und die Zuverlässigkeit zu verbessern.

"Aber wir haben unseren Weg nicht verloren." Konsequenzen wegen des schlechten Abschneidens befürchtet Haug nicht. Er habe die Rückendeckung des Hauses und berichte direkt Mercedes-Vorstand Jürgen Hubbert.

Haug ortet Nachholbedarf bei allen Teams
Angesichts der Ferrari-Dominanz in den ersten beiden Rennen sieht Haug erheblichen Nachholbedarf nicht nur bei seinem Team.

"Alle haben eine Menge zu tun, um den Rückstand auf Ferrari aufzuholen. Wir sicherlich am meisten." Ferrari sei die Messlatte. "Wenn die 100 Prozent bringen, dann droht den Teams, die nur 99 Prozent abrufen, die Überrundung."

Ausbalancierter Schumi
Dem sechsfachen Weltmeister und zweifachen Saisonsieger Michael Schumacher traut Haug derzeit Wunderdinge zu. "Ihn macht der Erfolg noch besser. Er wirkt im Moment wirklich so, als könne er über Wasser gehen. Michael ist ein völlig ausbalancierter Mensch."

(apa/red)

23.3.2004 16:51
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