Dienstag, 23. März 2004

Lavanttal-Rallye: Favorit Mundl Baumschlager feiert Premieren-Sieg

  • Beppo Harrach Zweiter, Martin Zellhiofer Dritter
  • Oberösterreicher führt in der Meisterschaft überlegen

Raimund Baumschlager hat in der österreichischen Rallyemeisterschaft nach zwei Läufen die weiße Weste an. Der Oberösterreicher gewinnt vor 45.000 Fans erstmals die Lavanttal-Rallye vor seinem Mitsubishi-Markenkollegen Beppo Harrach.

Allerdings hing der erste Sieg von Baumschlager im Lavanttal am seidenen Faden. Ab der neunten Sonderprüfung kämpfte der Rosenauer nämlich mit einem Differenzialproblem. Im Servicepark stellte man ein Loch im Gehäuse fest und wechselte das gesamte hintere Differenzial innerhalb von nur zwölf Minuten.

Hatte am Ende das nötige Glück
"Vorerst möchte ich mich bei meinen Mechanikern bedanken, sie haben großartig gearbeitet. Natürlich freut mich dieser Sieg bei der Pirelli Rallye besonders. Das Lavanttal war der letzte weiße Fleck in meiner Siegerliste, jetzt habe ich nach dem Pech im Vorjahr diese Rallye zum ersten Mal gewinnen können", lautete der zufriedene Kommentar von Baumschlager, der bis zum Schluss um den Sieg hatte zittern müssen.

"Am Ende hatte ich das nötige Glück. Beim ausgewechselten Differenzial sind von den fünf Schrauben drei ausgerissen, daher bin ich auf der letzten Prüfung langsam mit der Warnblinkanlage gefahren. Es hat aber noch gereicht!"

Gruppe N an Zellhofer
Sensationell war die Leistung des Gesamt-Dritten und Siegers in der Gruppe N, Martin Zellhofer. Der Amstettener hatte erstmals seit langer Zeit keinerlei Probleme und zeigte damit seine Klasse. "Diesmal hat es geklappt. Ich habe nach der SP 3 die Führung von Hermann Gassner übernommen und konnte den Vorsprung im Verlauf der Rallye immer weiter ausbauen. Ein schöner Tag für mich, jetzt hoffe ich bei den nächsten Rallyes auf ähnliche gute Resultate", erklärte der Niederösterreicher.
(apa/red)

23.3.2004 12:17