Samstag, 27. März 2004

Pakistan: Ranghoher El-Kaida-Führer schwer verletzt

  • Tahir Yuldash gelang trotzdem die Flucht
  • Streitkräfte beschreiben Operation im Grenzgebiet als Erfolg

Bei ihrer Offensive gegen mutmaßliche Terroristen im Grenzgebiet zu Afghanistan haben pakistanische Soldaten einen ranghohen El-Kaida-Führer schwer verletzt. Militärsprecher Generalmajor Shaukat Sultan erklärte am Samstag, dennoch sei Tahir Yuldash die Flucht gelungen. Yuldash ist der Anführer einer usbekischen Terrororganisation, die sich mit der El Kaida verbündet hat.

Trotz der Flucht Yuldashs bezeichnete der Militärsprecher die Operation insgesamt als Erfolg. Die Truppen hätten 60 mutmaßliche terroristische Kämpfer getötet und 163 in Gewahrsam genommen. Außerdem sei ein Versteck mit Kommunikationseinrichtungen, Tunneln und schweren Waffen ausgehoben worden. Bei der Militäraktion kamen bisher 50 Soldaten und mindestens zwölf Zivilisten ums Leben. Staatspräsident Pervez Musharraf verteidigte dennoch in einer Fernsehansprache die Operation. Die Kämpfer in der Region seien eine Bedrohung für das Land, sagte er. Ihnen sei die Chance gegeben worden, sich zu stellen, sie hätten dies jedoch abgelehnt.

(apa/red)

27.3.2004 19:38