Terror in Südthailand: 30 Verletzte bei Bombenanschlag
- Explosion ereignete sich in von Moslems bewohntem Gebiet
- In betroffener Provinz herrscht seit Jänner 2004 Kriegsrecht
Im mehrheitlich von Moslems bewohnten südlichen Teil von Thailand sind am Samstag bei der Explosion einer Bombe rund 30 Menschen verletzt worden. Einige der Verletzten befinden sich nach Polizeiangaben in kritischem Zustand.
Die Explosion habe sich im Bezirk Sunghai Golok in der Provinz Narathiwat ereignet. In dieser Provinz herrscht seit dem Angriff auf eine Militärbasis im Jänner Kriegsrecht. Die Bombe sei in der Nähe einer Bar und eines Hotels in einem Motorrad versteckt worden, teilte die Polizei mit. Über die Täter gab es zunächst keine Informationen.
Seit Jänner wurden in der Region, wo der größte Teil der sechs Millionen Moslems des Landes lebt, mehr als 60 Menschen getötet. Die Regierung macht für die Anschläge Separatisten und Kriminelle verantwortlich.
Am Donnerstag hatte ein Gericht einen Haftbefehl gegen einen moslemischen Abgeordneten und acht weitere Personen erlassen. Ihnen wird Landesverrat und Mitverantwortung für die Unruhen in Südthailand vorgeworfen.
(apa)
