Samstag, 27. März 2004

Nach Fahrerflucht: US-Bischof erhielt Bewährungsstrafe

  • Geistlicher hatte Fußgänger überfahren

Ein katholischer Bischof in den USA ist am Freitag wegen Unfallflucht zu einer vierjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Außerdem muss er 1000 Stunden für wohltätige Zwecke arbeiten und seinen Führerschein für fünf Jahre abgeben, wie ein Richter in Phoenix (Arizona) entschied. Erfüllt der Geistliche die Auflagen nicht, dann drohen ihm sechs Monate Haft.

Der 68-jährige Thomas O'Brien gilt als erster katholischer Bischof in der US-Geschichte, der wegen eines Verbrechens schuldig gesprochen wurde. O'Brien, der 21 Jahre lang an der Spitze der Diözese Phoenix stand und dann nach der Anklageerhebung zurückgetreten war, hatte im Juni vergangenen Jahres einen Fußgänger überfahren und sich von der Unfallstelle entfernt. Der Hinweis eines Augenzeugen brachte die Polizei zum Amtssitz des Bischofs.

O'Brien sagte aus, er habe gedacht, er hätte einen Hund oder eine Katze überfahren. Die Geschworenen, die ihn im Februar der Unfallflucht schuldig sprachen, fanden das aber offensichtlich unglaubwürdig, weil das Opfer ein stämmiger Mann mit mehr als 100 Kilogramm Körpergewicht war und die Windschutzscheibe des Bischofsautos einen großen Sprung aufwies. (apa)

27.3.2004 09:16