UN-Sicherheitsrat: USA blockierten Resolution zu Scheich Yassin
- Veto gegen Verurteilung Israels nach der Tötung des Hamas-Gründers
- Washington wollte auch Verurteilung der Selbstmordanschläge
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Israel: Alle Hamas- Führer sind Ziele
Wirbel im UN-Sicherheitsrat: Die USA haben durch ihr Veto eine Resolution blockiert, die die Tötung des Hamas-Gründers Scheich Ahmed Yassin durch Israel verurteilen sollte. Begründung: Die Resolution müsse auch die Veurteilung der Selbstmordanschläge beinhalten. Der von Algerien eingebrachte Resolutionsentwurf wurde von elf der 15 Ratsmitglieder bejaht. Deutschland, Großbritannien und Rumänien enthielten sich der Stimme.
Die USA hatten gefordert, die Resolution müsse neben der Kritik an Israel auch eine Verurteilung der Selbstmordanschläge der Hamas und anderer palästinensischer Gruppen enthalten. Algerien hatte eine namentliche Nennung dieser Gruppen jedoch abgelehnt.
Im UN-Sicherheitsrat haben die fünf ständigen Mitglieder - USA, China, Frankreich, Großbritannien und Russland - Veto-Recht. Der Sicherheitsrat besteht aus aus fünf ständigen und zehn nicht- ständigen Mitgliedern.
Indes hat die Hamas in einer Videobotschaft Israel am Donnerstag erneut blutige Rache für die Tötung Yassins angedroht. Es werde eine "welterschütternde Reaktion" geben, hieß es auf dem dem Band, das beim arabischen Sender El Arabija einging. 60 prominente Palästinenser forderten in einer Zeitungsanzeige dagegen ein Ende des Blutvergießens.
Der israelische Ministerpräsident Sharon werde es bereuen, an die Tötung weiterer Hamas-Führer auch nur zu denken, sagte ein maskierter Mann auf dem Video. Bereits am Mittwoch hatte die Hamas erklärt, Yassin mit einem Anschlag auf Sharon rächen zu wollen.
Unterdessen geht das Sterben im Nahen Osten weiter: Israelische Soldaten erschossen am Donnerstagabend im Gazastreifen nahe der Ortschaft Deir El Ballah drei militante Palästinenser, berichteten palästinensische Sicherheitskreise. Die Palästinenser wurden nach einem zweistündigen Schusswechsel mit den Soldaten getötet. Sie sollen einen Anschlag auf die nahe jüdische Siedlung Gush Katif geplant haben.
(apa)
