2007 mehr als halbe Weltbevölkerung in Städten
- Tokio bleibt voraussichtlich größte Stadt der Erde
Wegen der explosionsartigen Zunahme der in Städten lebenden Bevölkerung wird nach einer UN-Studie im Jahr 2007 erstmals mehr als die Hälfte der Menschheit in urbanen Zentren leben. Im Jahr 2003 lag dieser Anteil Schätzungen zufolge bei 48 Prozent, heißt es in dem in New York am Mittwoch vorgestellten Bericht.
Der Wandel gehe derart rapide vor sich, dass bis 2015 die Liste der größten Städte auf dem Globus gänzlich anders aussehen werde als heute. Allerdings werde Tokio seine Spitzenposition als bevölkerungsreichste Stadt der Welt behaupten.
Der Hauptzuwachs wird der Studie zufolge nicht in den riesigen Metropolen wie Tokio, Mexiko-Stadt oder New York registriert werden, sondern in Ballungsräumen, in denen derzeit weniger als eine halbe Million Menschen leben.
Die derzeit mit 18,7 Millionen Einwohnern auf Platz zwei liegende mexikanische Hauptstadt rutscht demnach bis 2017 mit dann 20,6 Millionen Menschen auf den vierten Platz, New York (18,3 Millionen) von Platz drei auf Platz sechs (19,7 Millionen). Die Plätze zwei und drei werden 2017 die beiden indischen Städte Bombay und Neu Delhi einnehmen, deren Einwohnerschaft sich von derzeit 17,4 Millionen auf 22,6 Millionen beziehungsweise von 14,1 Millionen auf 20,9 Millionen erhöhen wird. Tokio mit derzeit 35 Millionen Einwohnern wird demnach "nur" 1,2 Millionen Einwohner mehr haben.
Die nigerianische Metropole Lagos, derzeit mit 10,1 Millionen auf Rang 20, wird der Studie zufolge bis 2017 mit dann 17 Millionen Einwohnern die weltweit neuntgrößte Stadt sein. Die Zahl der Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern steigt von derzeit 20 auf 22 - bei den beiden zusätzlichen Mega-Metropolen handelt es sich um Istanbul und Paris.
(apa)
