Sensation in Sibirien: 18.000 Jahre altes Mammut im Eis entdeckt
- Die "Beute": Kopf, Haut, ein Fuß, Knochen mit Mark, Magen
- Der männliche Ur-Elefant "Yukagir" ist sehr gut erhalten
Die Sensationsmeldung aus Sibirien lässt Forscherherzen höher schlagen! Aus der eisigen Erde haben französische und russische Wissenschafter ein mehr als 18.000 Jahre altes Mammut mit Haut und Haaren geborgen! Der männliche Ur-Elefant "Yukagir" ist erstaunlich sehr gut erhalten. Die "Beute": Kopf, Haut, ein Fuß, Knochen mit Mark sowie der Magen...
Das berichteten begeisterten Wissenschafter Ende März im Pariser Nationalmuseum für Naturgeschichte: Die noch nicht abgeschlossenen Ausgrabungen förderten unter anderem den Kopf, einen Fuß, Knochen mit Mark sowie den Magen des gewaltigen Säugetieres zu Tage, das etwa 40 Jahre alt wurde und vor 18.560 Jahren starb. "Weder in der Literatur noch in den Museen habe ich je ein so gut erhaltenes Fossil gesehen", sagte Expeditionsleiter Bernard Buigues, "auch wenn der Rüssel leider fehlt".
Nicht erst seit dem Erfolg des Dinosaurier-Epos "Jurassic Park" fragen sich Forscher, ob nicht eines Tages ein Mammut geklont werden könnte oder etwa eine Elefantenkuh mit Mammut-Sperma befruchtet werden und dann ein kleines Mammut zur Welt bringen könnte. Der französische Paläontologe Yves Coppens betonte mit Blick auf den Fund des Mammut-Knochenmarks, es sei nicht auszuschließen, dass eines Tages einer der Dickhäuter lebend neu erstehen könne.
Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft erscheine dies unmöglich, zumal die DNA mit den Erbgut-Informationen sehr empfindlich sei und selbst bei ausgezeichnetem Erhaltungszustand leicht zerstört werden könne, sagte Coppens der Zeitschrift "Science et vie".
Das nach seiner nordost-sibirischen Fundregion getaufte Mammutbulle wurde im November 2002 von Kindern eines Rentier-Jägers entdeckt, die am Ufer eines Flusses zunächst auf einen Stoßzahn stießen. Der Mann legte den Hauer frei, schließlich auch einen zweiten Stoßzahn sowie den Schädel, an dem beide Zähne noch hafteten. Der auf Polarexpeditionen und prähistorische Tiere spezialisierte Buigues erfuhr von dem Fund, kaufte ihn für 25.000 Euro, deponierte ihn im Museum von Jakutsk und startete eine Ausgrabungsaktion nach den übrigen Teilen des Tierkadavers.
(apa)
