Mittwoch, 24. März 2004

Wahl-Umfrage in USA: Bush führt vor Kerry

  • Amtierender Präsident kommt auf 46 Prozent, Herausforderer auf 43 Prozent
  • Demokraten droht erneut der "Nader-Effekt"

Laut einer neuen Umfrage liegt US-Präsident Bush in der Wählergunst knapp vor seinem mutmaßlichen Herausforderer, dem Demokraten John F. Kerry. 46 Prozent der Wählerinnen und Wähler würden Bush wählen, 43 Prozent Senator Kerry und fünf Prozent sprechen sich für Ralph Nader aus, der als Unabhängiger kandidieren will.

Damit droht den Demokraten auch bei den Präsidentenwahlen 2004 ein "Nader-Effekt", der sie den Sieg kosten könnte. Die Wähler des Konsumentenanwalts Nader kommen erfahrungsgemäß großteils aus dem linken und linksliberalen Lager.

Die Umfrage wurde von Ipsos-Public für die amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press durchgeführt. Zwischen 19. und 21. März wurden 784 eingetragene Wähler befragt, die statistische Fehlerquote liegt bei plus/minus 3,5 Prozentpunkten.

Inhaltlich wird Bush von den Befragten eher als "starker Politiker" mit Führungskraft in der Sicherheitspolitik gesehen, während Kerry bei den Themen Arbeitsplatzschaffung und Bürgernähe punkten kann. Als wichtigstes Thema stufen die befragten Wähler Arbeitsplätze ein, gefolgt mit 15 Prozentpunkten Abstand vom zweitwichtigsten Thema nationale Sicherheit.

Rund siebeneinhalb Monate vor den Präsidentschaftswahlen Anfang November ist aber noch alles offen. So erklärten nur 30 Prozent der Befragten, sie hätten sich schon stark auf einen Kandidaten festgelegt.

(apa)

24.3.2004 09:52