"Vorrangiges Tötungsziel": Israel hat neuen Hamas-Chef Rantisi im Visier
- Außenminister Shalom will weiterhin Ausweisung Arafats
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Der neue Hamas-Chef Abdel Aziz el Rantisi zählt laut einem Rundfunkbericht zu den vorrangigen Tötungszielen der israelischen Regierung. Wie der israelische Rundfunk unter Berufung auf Kreise um Verteidigungsminister Shaul Mofaz berichtete, wurden die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas und ihr neuer Führer bei Sicherheitsberatungen als "vorrangige strategische Feinde" eingestuft. Der vor allem gegen die Hamas gerichtete "Krieg" richte sich gegen die Finanzquellen und die Infrastruktur der Organisation sowie gegen ihre Anführer.
Rantisi war am Dienstagabend zum Nachfolger von Scheich Ahmed Yassin ernannt worden, der am Montag bei einem gezielten israelischen Luftangriff getötet worden war. Ein israelischer Regierungssprecher nannte Rantisi nach dessen Ernennung eines "der extremsten Mitglieder der Hamas".
Israels Außenminister Silvan Shalom wiederholte seine Forderung nach einer Ausweisung von Palästinenserpräsident Yasser Arafat. "Ich sage es seit drei Jahren, und das (israelische) Sicherheitskabinett hat vor einigen Monaten eine Grundsatzentscheidung dazu getroffen: Arafat muss ausgewiesen werden, damit sich eine neue Palästinenserführung herausbilden kann, mit der es möglich ist, den internationalen Friedensplan umzusetzen", sagte Shalom in einem von New York aus geführten Interview mit dem israelischen Rundfunk. Arafat steht seit zweieinhalb Jahren faktisch unter Hausarrest in seinem Hauptquartier in Ramallah im Westjordanland.
Zur Tötung Yassins sagte Schalom, er habe in den USA hochrangige Regierungsvertreter getroffen, die Verständnis für das israelische Vorgehen gezeigt hätten. Die USA wüssten "besser als jeder andere, was Terrorismus bedeutet", und sie wüssten, dass Israel "genau dasselbe" mache wie die USA bei ihrer Jagd nach El-Kaida-Chef Osama bin Laden.
(apa/red)
