Nach jüngster Gewalt im Kosovo: 163 Personen festgenommen
- An dreitägigen Gewaltaktionen nahmen rund 51.000 Menschen teil
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Die UNO-Polizei im Kosovo hat nach der bisher heftigsten Gewaltwelle in der Provinz 163 Personen festgenommen, die sich vermutliche an den Unruhen beteiligten. An den 33 einzelnen Gewalt-Ausbrüchen rund 51.000 Personen teilgenommen.
Demnach kamen 870 Personen mit Verletzungen davon. 286 Häuser wurden zerstört oder verbrannt, ebenso 30 serbisch-orthodoxe Kirchen und Klöster. Zu Schade kamen auch 72 Fahrzeuge der UNO-Mission.
Der Präsident des Kosovo, Ibrahim Rugova, erklärte indes, dass nur die Unabhängigkeit der Provinz den Frieden sichern könnte. Das Kosovo müsse unabhängig sein, um die Demokratisierung und die wirtschaftliche Entwicklung beschleunigen zu können, sagte Rugova bei einer Pressekonferenz in Pristina.
Im Kosovo sind in den vergangenen 24 Stunden keine neuen Zwischenfälle registriert worden, erklärte die UNMIK und die internationalen Friedenstruppen KFOR. Nach den Worten eines KFOR-Sprechers seien auch in Kosovska Mitrovica Panzerwagen durch leichtere Fahrzeuge ersetzt worden. Der Belgrader Sender "B-92" meldete, dass in der vergangenen Nacht in Lipljan eine Handgranate gegen ein Haus geworfen worden sei, das in den jüngsten Unruhen ausgebrannt war.
(apa, red)
