Clarkes Anti-Terror-Buch: Hinweis auch auf Österreich
- "Third World Relief Agency" in Wien als Unterstützer für islamistische Kämpfer in Bosnien
- TWRA-Mitarbeiter war angeblich Bombenattentäter
Im neu erschienenen Buch "Against all Enemies: Inside America"s War on Terror" des ehemaligen Anti-Terrorberaters der US-Regierung, Richard Clarke, findet sich auch ein Hinweis auf Österreich. Clarke nennt die "Third World Relief Agency" in Wien als eine der Organisationen, die im Bosnien-Krieg islamistische Kämpfer unterstützten.
Darunter seien auch die Finsbury Park Moschee in London, das Islamische Kulturzentrum in Mailand, die Benevolence International Foundation in Chicago und die International Islamic Relief Organization in Saudiarabien.
Viele der Mudjaheddin, die zuvor in Bosnien gekämpft hatten, seien später für die Terrororganisation El Kaida aktiv geworden. Die damalige US-Regierung von Präsident Bill Clinton habe zunächst nur gewusst dass es sich bei vielen arabischen Kämpfern um internationale Terroristen handle. Daher sei im Dayton-Vertrag die Ausweisung aller dieser Islamisten nach dem Ende der Kampfhandlungen vereinbart worden.
Ein Mitarbeiter der in Wien angesiedelten "Third World Relief Agency" habe nach dem Verschwinden eines ägyptischen Gotteskriegers einen Bombenanschlag verübt, heißt es weiters in dem Buch. 1995 sei Abu Talal al-Qasimy, Führer der ägyptischen Mudjaheddin in Bosnien, verschwunden. Talal al-Qasimy habe im dänischen Exil mit Ayman al-Zawahiri, dem Führer des ägyptischen Dschihad und später Osama bin Ladens Stellvertreter, zusammengearbeitet. Als Reaktion auf das Verschwinden habe ein kanadischer Mitarbeiter der TWRA einen Autobombenanschlag auf die kroatische Polizei verübt. (apa)
