Sonntag, 28. März 2004

"trend": FPÖ-Frau Beate Hartinger als PVA-Vize?

  • Haupt fordert erneut Ausschreibung der Position des Vizegeneraldirektors in der PVA

Sozialminister Herbert Haupt setzt die Pensionsversicherungsanstalt PVA erneut massiv unter Druck, den Posten des Vizegeneraldirektors öffentlich auszuschreiben, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe. Parallel dazu gibt es massive Gerüchte, dass Haupt auch bereits eine Wunschkandidatin für diesen Job im Auge hat: die frühere FPÖ-Nationalratsabgeordnete Beate Hartinger.

Hartinger ist seit Sommer des Vorjahres Geschäftsführerin im Hauptverband der Sozialversicherungen.

Doch das könnte sich bald ändern. Denn seit der Verfassungsgerichtshof die Hauptverbandsreform wegen unzulässiger Politbesetzungen gekippt hat (die Reparatur muss bis Ende 2004 erfolgen), wackelt Hartingers Sessel. Sie selbst könne sich einen Wechsel in die PVA durchaus vorstellen, meinte Hartinger gegenüber "trend": "Ausschließen will ich es nicht. Bis Ende des Jahres mache ich auf jeden Fall meinen Job hier im Hauptverband. Und dann wird man sehen."

Gerald Grosz, Pressesprecher des Sozialministers, bestätigt zwar, dass Haupt neuerlich auf eine Ausschreibung des PVA-Vizes dränge: "Aber dabei geht es nicht um Wunschkandidatinnen, sondern um Qualifikationen."

Die PVA-Spitze hat seit der verunglückten Bestellung des trinkfreudigen FPÖ-Politikers Reinhart Gaugg und der fristlosen Entlassung von Reinhard Ammer, der der PVA seinen Fulltime-Job an der Fachhochschule Wismar verschwiegen hatte, jedoch genug von politisch induzierten Personalbesetzungen und beruft sich auf ihre Rechte als Selbstverwaltung. Mit den Bestellungen von Gaugg und Ammer, meint PVA-Obmann Karl Haas, habe man den ministeriellen Gesetzesauftrag erfüllt. Mittlerweile seien PVAng und PVArb zur PVA fusioniert und hätte mit Robert Freitag und Margarete Krösswang auch zwei legitim bestellte Stellvertreter von Generaldirektor Ewald Wetscherek. Haas: "Bei der Stellvertreterfrage hat das Ministerium kein wirkliches Druckmittel gegen uns in der Hand."

Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von trend!

28.3.2004 10:22