Sonntag, 28. März 2004

Familiendrama in Steiermark: Vater tötete 2 Kinder und sich selbst

  • Zuerst Kinder (9 und 11) im Bett erstochen, dann selbst erhängt
  • Motiv war Eifersucht auf die Ehefrau

Drei Todesopfer forderte ein Beziehungsdrama in der Nacht auf Sonntag in Semriach bei Graz: Ein Landwirt tötete seine beiden Kinder und erhängte sich anschließend. Seine Ehefrau fand bei ihrer Heimkehr zunächst die Leiche ihres Mannes, später entdeckte sie auch den Mord an ihrer Tochter und ihrem Sohn. Die Frau erlitt einen Schock und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das Motiv dürfte Eifersucht gewesen sein, so die Kriminalbeamten des Landesgendarmeriekommandos.

Als Renate S. (35) Samstag kurz vor Mitternacht nach Hause kam, fand sie die Leiche ihres Mannes Walter. Der 49-jährige Landwirt hatte sich ersten Ermittlungen zufolge bereits Stunden zuvor am Heuboden in der Scheune erhängt. Die Ehefrau verständigte einen Arzt, der den Tod feststellte.

Anschließend sah die Steirerin nach ihren Kindern und glaubte zunächst, dass die beiden schliefen. Erst bei näherem Hinsehen sah sie, was geschehen war: Ihr Mann hatte die elfjährige Lisa und den neunjährigen Jakob mit einem Messer erstochen und den Kindern anschließend die Kehlen zugedrückt. Renate S. brach zusammen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Die ermittelnden Beamten fanden einen Abschiedsbrief des Landwirts. Darin schrieb er von den Eheproblemen und dass er die Kinder "mitnehmen" wolle, damit seine Frau "ein glückliches Leben" führen könne. Die 35-Jährige dürfte seit längerer Zeit einen Freund gehabt haben, was ihr Ehemann nicht verkraftet hatte. In seinem Testament, das ebenfalls gefunden wurde, vermachte er dennoch seinen gesamten Besitz seiner Frau. (apa/red)

28.3.2004 08:27