Viele Pensions-Verlierer: Laut AK bereits 2004
- Jeder dritte Mann verliert schon heuer acht bis zehn Prozent
- PLUS: Das Pensions-Volksbegehren der SPÖ
·Pensions-VB
Gusenbauer & Knoll waren schon dort
·Gusenbauer:
Junge verlieren 50% der Pension
·Volksbegehren
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·Im Wortlaut:
Das Pensions- Volks-Begehren
·Wo, Wann, Wer
So können Sie unterschreiben
·Pensions-Angst
Junge fürchten um Altersversorgung
·Pensions-Streit
Harmonisierung noch offen!
Jeder dritte männliche Neo-Pensionist wird durch die Pensionsreform 2003 bereits heuer zwischen acht und zehn Prozent verlieren. Darauf machten Arbeiterkammer-Präsident Tumpel und ÖGB- Präsident Verzetnitsch am Dienstag aufmerksam. Die Verluste seien damit viel höhere als im Vorjahr von der Regierung angekündigt.
Vorgelegt wurden auch konkrete Fälle. "Das sind keine konstruierten Beispiele, sondern real existierende Menschen", sagte Tumpel. Gefordert wurde einmal mehr die Umsetzung des ÖGB-Modells.
Anhand der Pensionszugangsstatistik für 2003 haben ÖGB und AK Schätzungen für das Jahr 2004 angestellt. Bei den Männern haben heuer demnach rund zwölf Prozent keine Verluste zu erwarten. 27 Prozent oder rund 9.400 Männer verlieren bis zu drei Prozent gegenüber der Rechtslage vor 2003. Bei 13 Prozent fällt die Pension um drei bis sechs Prozent niedriger aus, bei 15 Prozent um sechs bis acht Prozent. Der Großteil, eben die 33 Prozent oder 11.300 Männer, muss bereits heuer mit acht bis zehn Prozent Verlust rechnen. Mit zehn Prozent wurde im Vorjahr auch der größtmögliche Verlust gedeckelt. Betroffen seien vor allem Männer mit langen Versicherungszeiten, sagte Tumpel. Darauf habe man bereits im Vorjahr hingewiesen. Die Regierung habe das aber bezweifelt.
Nicht ganz so dramatisch stellt sich die Situation bei den Frauen im Jahr 2004 dar. Mit dem vollen Pensionsverlust haben nur zwei Prozent zu rechnen. Weitere zwei Prozent verlieren gegenüber der alten Rechtslage sechs bis acht Prozent. Der Großteil, nämlich 55 Prozent, verliert bis zu drei Prozent; bei weiteren 23 Prozent fällt die Pension um drei bis sechs Prozent niedriger aus. Spätestens ab 2008 sei dann aber auch der überwiegende Teil der Frauen von den zehn
-prozentigen Kürzungen betroffen.
(apa)
