Dienstag, 16. März 2004

Internet-Sicherheit: Mehr Bedrohungen, aggressive Würmer

  • Symantec-Report: Hacker nutzen Schwachstellen schneller aus
  • W32.Beagle.n-mm: Neuer Wurm kommt per E-Mail!

Mehr und komplexere Bedrohungen, aggressive Würmer und heftige Angriffe: Das ist das Resümee des Internet-Sicherheitsunternehmens Symantec, das am 16. März seinen neuesten Bericht zu diesem Thema vorgestellt hat. Demnach machten komplexe Bedrohungen 54 Prozent der Top-Ten-Gefahren im zweiten Halbjahr 2003 aus.

Sie verursachten schneller als je zuvor beträchtliche Schäden. Ihre höhere Verbreitungsgeschwindigkeit wurde durch verbesserte Bandbreite und verringerte Latenzzeiten der Cyberschädlinge verstärkt, so Symantec.

Die Zahl neuer Schwachstellen hat sich laut Symantec auf hohem Niveau eingependelt. Neu entdeckte Angriffspunkte sind gravierender, was ihre Auswirkungen, die Möglichkeit, sie per Fernzugriff auszunutzen, ihre Identifizierung und Zugänglichkeit anbelangt. Zudem schrumpfe die Zeit zwischen der Ankündigung einer Schwachstelle und der Entwicklung eines verbundenen Exploits.

Bedrohung zunehmend durch die Hintertür
Hacker und komplexe Bedrohungen visierten zunehmend Hintertüren im System an, die von anderen Angreifern oder Würmern zurückgelassen wurden. Durch die Nutzung existierender Backdoors konnten Angreifer die Kontrolle über Systeme erlangen, eigene Schlupflöcher einrichten oder das infizierte System für eine Denial-of-Service-Attacke ausnutzen.

Dieser Trend wurde kürzlich wieder sichtbar: Im Jänner 2004 begann laut Symantec MyDoom sich ähnlich schnell wie Sobig.F zu verbreiten, indem er infizierte Systeme über ein Backdoor befiel und von dort eine gezielte Attacke ausführte. Zwei neue Würmer, Doomjuice und Deadhat, die MyDoom folgten, verbreiteten sich über das Backdoor, die MyDoom hinterlassen hatte. (APA/pte/Red.)

Weitere Informationen:

  • Symantec-Website"

    16.3.2004 14:03