Debakel in England: Coca Cola nimmt "stilles Wasser" vom Markt
- Britische Gesundheitsbehörden stellten unzulässige Mengen von Bromat in Leitungswasserflaschen fest
Coca Cola kommt in Großbritannien nicht aus den Schlagzeilen. Nach dem peinlichen Eingeständnis, sein stilles Wasser "Dasani" aus Leitungswasser hergestellt zu haben, nahm die US-Firma das umstrittene Getränk am Freitag ganz vom Markt. Der Grund: Die britischen Gesundheitsbehörden hatten festgestellt, dass "Dasani" eine nach örtlichen Vorschriften unzulässige Menge Bromat (Salz der Bromsäure) enthält.
Weil die Substanz potenziell Krebs erregend ist, würden "vorsorglich" alle 500 000 Flaschen "Dasani" vom Markt genommen, teilte ein Sprecher von Coca Cola mit.
Die britische Nahrungsmittel-Kontrollbehörde FSA habe ausdrücklich versichert, dass durch die Substanz keine "unmittelbare Gesundheitsgefährdung" bestehe. Trotzdem habe die Firma vorsorglich reagiert.
Das Bromat fällt laut Coca Cola im Zuge des Herstellungsprozesses bei der Hinzufügung von Kalzium an.
Vor drei Wochen hatte Coca Cola zugeben müssen, dass das Wasser in der dunkelblauen 500-Millimeter-Flasche (1,40 Euro) nicht etwa aus einer unterirdischen Quelle sprudelt, sondern in seinem Werk in Sidcup südöstlich von London einfach aus der Leitung abgezapft wird. Das Wasser werde allerdings in einem aufwendigen Verfahren von Bakterien, Viren, Salzen und giftigen Partikeln gereinigt.
In den USA ist "Dasani" nach Angaben der BBC bei den Verbrauchern äußerst beliebt.
(apa, red)
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