Alitalia expandiert: Krisen-Airline investiert drei Milliarden Dollar
- Angeschlagene Fluggesellschaft plant Flotten-Ausbau Expansion in Langstrecke
- Einseitiges Wunschziel: Kooperation mit Air France
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Die italienische Fluggesellschaft Alitalia steckt, das ist seit langem bekannt, in der Dauerkrise. Das hält das Unternehmen aber nicht davon ab, drei Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) in den Flottenausbau zu investieren.
Laut der neuen Strategie, an der Alitalia-Generaldirektor Marco Zanichelli feilt, sollen bis 2006 drei neue Boeing B-767 erworben werden, bis 2008 sollen dann noch zwei Flugzeuge des Typs B-777 zum Einsatz kommen.
Weitere zwei Flugzeuge will Alitalia 2009 erwerben, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" in ihrer Ausgabe Freitag.
Weiter Liebeswerben um kühle Franzosen
Mit der Stärkung der Flotte und Partnerschaften mit italienischen Fluggesellschaften hofft Alitalia, den Anteil am italienischen Markt auf 70 Prozent aufzustocken. Mit einer stärkeren Position am Heimmarkt will Alitalia die internationale Allianz mit Air France schneller vorantreiben, die für das Überleben notwendig ist. Alitalia will 15 Prozent mehr Plätze anbieten und das Angebot an Langstreckenflügen verstärken. Unter anderem sind mehr Verbindungen Rom - New York geplant.
Gewerkschaften erfreut
Die neue Strategie von Generaldirektor Zanichelli löste positive Reaktionen unter den Gewerkschaften aus. Der neue Investitionsplan sei mutiger als die Sanierungsstrategie des vorigen Geschäftsführers Francesco Zanichelli, der wegen der Ablehnung seines Rettungsplans durch die Gewerkschaften vor drei Wochen das Handtuch werfen musste.
Italiens Gewerkschaften sind jedoch weiter in Alarmbereitschaft. Sie kritisierten den Alitalia-Plan, der die Anhebung des Pensionsalters für Piloten von 60 auf 65 Jahre vorsieht. Sollte Alitalia auf ihrer Position beharren, werden Streiks angedroht.
(apa, red)
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