Donnerstag, 18. März 2004

Streit um EStAG: Ex-Vorstände erhalten je 260.000 € Abfertigung

  • Plus Pensionsanspruch - Beschluss laut Aufsichtsratschef Ramsauer mehrheitlich erfolgt

Die Querelen um entlassenen Vorstände der steirische Energieholding EStAG endete am Donnerstag zumindest für zwei von ihnen mit einem "Golden handshake". Der Aufsichtsrat hat sich am Donnerstagabend auf eine Einmalzahlung für die beiden Ex-Vorstände Werner Heinzl und Hubert Jeneral, geeinigt. Beide erhalten als Abfertigung je ein Jahresgehalt auf Basis des Jahres 2003: Rund 260.000 Euro pro Kopf.

Man habe sich auch auf die Modalitäten der Zusammenarbeit mit dem Untersuchungsausschuss des Landtag geeinigt, so Aufsichtsratspräsident Ramsauer nach der Sitzung. Zusätzlich bleiben ihen ihre Pensionsansprüche zwischen 7.300 und 7.600 Euro im Monat erhalten.

Das Paket der gesamten Ansprüche hätte ursprünglich je rund 4 Mio. Euro betragen. Knapp 50 Prozent durch die Einmalzahlung wegverhandelt worden, das bedeute, dass rund zwei Mio. Euro durch die Pensionszahlungen, die den beiden erhalten bleiben übrig blieben. Heinzl hat ab Mai 2004, Jeneral ab 2008 Anspruch auf seine Firmenpension. Ausbezahlt werden sie aber erst 2005 bzw. 2009, wurde vereinbart.

Die Auflösung der Verträge sei gerechtfertigt gewesen, sowohl bei Jeneral und Heinzl, als auch bei Hirschmann, betont Ramsauer. Letzterer habe allerdings den Klagsweg beschritten, daher gebe es noch keine Lösung.

Geeinigt habe man sich auch auf eine Verkleinerung des Vorstandes von zwei auf drei, was auch mit dem französischen Miteigentümer Electricite de France akkordiert sei. Demnach entfällt das Nominierungsrecht der Franzosen auf einen Vorstand. Auch die Verlustsache Energiepark Donawitz sei so weit besprochen, dass sie bald einer Lösung zugeführt werden könne.
(apa)

18.3.2004 13:18