Niedrige Arbeitskosten im Osten: Erweiterung vergrößert Unterschiede in EU
- Arbeitsstunde in Österreich: 23,60 ; Lettland 2,42 ; Bulgarien: 1,35
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In Österreich nur ein Drittel
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Die EU-Erweiterung auf 25 Mitgliedstaaten am 1. Mai führt zu enormen Unterschieden bei den Arbeitskosten. Während die Arbeitsstunde in Industrie und im Dienstleistungsgewerbe in Schweden bei 28,56 Euro liegt, kostet sie in Lettland nur 2,42 Euro. Insgesamt werden die durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde mit der EU- Erweiterung von 22,21 Euro auf 19,09 Euro sinken.
Österreich liegt mit Arbeitskosten von 23,60 Euro schon jetzt über dem EU-Schnitt, während die Arbeitsstunde in den benachbarten Beitrittsländern zwischen 3,90 und 3,06 Euro je Stunde kostet. Dies geht aus einer Erhebung von Eurostat zu den Arbeitskosten von EU- Mitgliedsländern und Beitrittsländern für 2000 hervor.
In den Beitrittsländern Rumänien und Bulgarien, die 2007 in die Union wollen, sind die Arbeitskosten laut Erhebung mit 1,51 Euro bzw. 1,35 Euro am billigsten. Am teuersten ist die Arbeitsstunde in den Beitrittsländern in Zypern mit 10,74 Euro, gefolgt von Slowenien mit 8,98 Euro. In Polen kostet die Arbeitsstunde 4,48 Euro, gefolgt von der Tschechischen Republik mit 3,90 Euro, Ungarn mit 3,83 Euro und der Slowakei mit 3,06 Euro.
Sowohl in den Mitgliedstaaten als auch in den Beitrittsländern fallen die höchsten Arbeitskosten im Kredit- und Versicherungswesen und im Energiesektor an. Während in den Mitgliedstaaten der Handel und das Gastgewerbe zu den Branchen mit den niedrigsten Arbeitskosten zählen, sind in den Beitrittsländern die Kosten im Bau und im Gastgewerbe am niedrigsten.
In der Arbeitskostenerhebung wurden alle Mitgliedsländer (ausgenommen Belgien) und alle Beitrittländer (inklusive Bulgarien und Rumänien, aber ohne Malta und Türkei) berücksichtigt. Malta und Türkei waren nicht in der Lage eine Arbeitskostenerhebung für 2000 durchzuführen.
(apa, red)
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