Bombardier-Konzern in Nöten: Weltweit wackelt jede fünfte Stelle
- 6.600 Stellen im Schienenverkehrsgeschäft gestrichen, insgesamt sieben Werke in Europa werden geschlossen
- Werk Wien bleibt erhalten
Der weltgrößte Bahntechnikhersteller Bombardier will in den kommenden zwei Jahren 6.600 Stellen abbauen, das sind 18,5 Prozent des weltweiten Personalstandes von 35.600 Mitarbeitern. Sieben Werke in fünf europäischen Ländern sollen in den kommenden zwei Jahren geschlossen werden. Das Werk von Bombardier Transportation in Wien-Floridsdorf steht nicht auf der Liste zu schließender Standorte.
Im Bombardier-Werk Wien, den ehemaligen Lohnerwerken, sei die Auftragslage "sehr positiv", sagte Firmensprecher Bernhard Rieder. Es sei für die nächsten zwei Jahre mit Aufträgen ausgelastet und bleibe erhalten.
2004 sind von dem Schließungsprogramm die Werke Amadora/Portugal sowie Doncaster und Derby Pride Park, beide Großbritannien, betroffen. 2005 sollen dann die Werke in Pratteln/Schweiz, Ammendorf/Deutschland, Kalmar/Schweden und Wakefield/Großbritannien stillgelegt werden.
Fünf weitere Standorte in Crespin/Frankreich, Aachen und Siegen/Deutschland, Brügge/Belgien und Crewe/Großbritannien sollen darüber hinaus an einem "Standortoptimierungsprogramm" teilnehmen, das im weiteren Verlauf an allen Produktionsstandorten gestartet wird.
Weltweit betreibt Bombardier Transportation derzeit 35 Fabriken in 15 europäischen Ländern. Der Großteil der Konzernbeschäftigten (78 Prozent) ist in Europa tätig. In Nordamerika sei das Problem der Überkapazitäten bereits in Angriff genommen, es wurden vier Standorte ganz oder vorübergehend eingestellt.
(apa, red)
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