Erste Bank 2003: Gewinnsprung sorgt für Freude
- Dividende von 1,24 auf 1,50 Euro je Aktie erhöht
- Nationalbank drängt: Banken sollten Zahlungsverkehr bündeln
Österreichs zweitgrößtes Geldinstitut, die Erste Bank, hat 2003 deutlich mehr verdient als im Jahr davor. Nach vorläufigen Zahlen stieg der Konzernüberschuss nach Steuern und Fremdanteilen um 38,4 Prozent von 255,2 auf 353,3 Mio. Euro. Ihren Gewinn pro Aktie bezifferte das Spitzeninstitut der österreichischen Sparkassen in einer Ad hoc-Mitteilung vom Mittwoch mit 5,95 (2002: 4,73) Euro.
"Das Ergebnis für das abgelaufene Jahr reiht sich nahtlos an die Erfolgskette der vergangenen sechs Jahre, in denen wir unseren Konzernjahresüberschuss kontinuierlich gesteigert haben", wird Generaldirektor Andreas Treichl in den Unterlagen zur heutigen Bilanzpressekonferenz zitiert. Den Aktionären winkt jetzt eine höhere Dividende. Pro Aktie sollen auf Vorschlag des Vorstandes 1,50 (nach 1,24) Euro ausgeschüttet werden.
Profitiert hat die Wiener Großbank auch im vergangenen Jahr von ihren Töchtern in Osteuropa, die mehr als die Hälfte zum Konzerngewinn beitrugen.
Der Betriebsgewinn 2003 stieg um 19 Prozent, knapp ein Fünftel, von 1,151 auf 1,370 Mrd. Euro. Während die Betriebserträge in der Gruppe um 6,9 Prozent auf 3,831 Mrd. Euro ausgeweitet werden konnten, stieg der Verwaltungsaufwand nur moderat und zwar um 1,2 Prozent auf 2,461 Mrd. Euro.
Beim Zinsüberschuss wies das börsenotierte Institut ein fünfprozentiges Plus auf 2,587 Mrd. Euro aus. Der tatsächliche Vorsorgebedarf für Problemkredite blieb nach Angaben der Bank mit 406,4 Mio. Euro unverändert. Der Provisionsüberschuss lag in der Gruppe mit 996,6 Mio. Euro um 5,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 944,3 Mio. Euro.
Vor Steuern verbuchte die Bank einen Jahresüberschuss von 761,6 Mio. Euro an, der den Vorjahreswert (664,6 Mio. Euro) damit um 14,6 Prozent übertraf.
Zu ihren heute vorgelegten vorläufigen Bilanzdaten hat die Erste Bank angemerkt, dass bei der Beurteilung der Veränderungsraten zu berücksichtigen sei, dass im Jahr 2002 die Einbeziehung der kroatischen Rijecka banka erst ab Mai sowie die Erhöhung der Anteile an der tschechischen Großsparkasse Ceska sporitelna ab Juli erfolgten. Die im Dezember 2003 zugekaufte ungarische Postabank wurde mit dem Closing am 16. Dezember 2003 in der Bilanz berücksichtigt. Zudem wurden 2003 - wie in den Vorjahren in anderen Bundesländern - Erste Bank-Filialen an örtliche Sparkassen in Vorarlberg übertragen.
(apa, red)
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