Keine Rapid-Übertragungen: Verein reagiert verwundert
- Klingelmüller: "Nicht das erste Mal, dass sich ein Verein über die Beginnzeiten beklagt hat"
Der SK Rapid reagierte mit Verwunderung auf die Aussendung des ORF und die Entscheidung, vorläufig keine Heimspiele der Grün-Weißen mehr zu übertragen. Unter anderem wird fest gehalten, dass es sich beim Match in der Südstadt nicht um ein Heimspiel der Hütteldorfer gehandelt habe und daher sei es Rapid schon Rechts wegen nicht möglich, zu bestimmen, welche Transparente oder Werbebanden an den Zäunen der Sektoren befestigt würden.
Letztlich will die Klubführung von Rapid im Interesse der zahlreichen Fußballfans und der bisher wertvollen Partnerschaft mit dem ORF aber versuchen, eine gute Lösung für die Zukunft zu finden.
"Es ist mit Sicherheit nicht das erste Mal, dass sich ein Verein über die Beginnzeiten beklagt hat", meinte Rapid-Pressesprecher Peter Klinglmüller. Und auch in der Vergangenheit hätten sich die Fans nicht mit derben Ausdrücken zurück gehalten.
Mit der Ansetzung zeigt sich der SK Rapid auch nicht glücklich und steht in der Sache hinter seinen Fans. "Wir alle wissen, dass am Fußballplatz nicht der Umgangston eines Universitätszirkels herrscht, möchten aber festhalten, dass mit diesem Transparent der Unmut von Kunden des SK Rapid und des ORF artikuliert wurde. Rapid versucht jedenfalls als Dienstleistungsbetrieb auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden einzugehen. Der SK Rapid zeigt sich als Verein mit den Wünschen und Forderungen der Fans solidarisch, nicht aber mit der Wortwahl!", heißt es in einer Reaktion der Klubführung am Donnerstagabend.
Unwahr sei, dass Rapid-Präsident Rudolf Edlinger von Mitarbeitern des ORF dazu aufgefordert worden wäre, mit den Fans zu sprechen. Richtig sei, dass ein Mitarbeiter, der Trainer und zwei Spieler versucht haben, die Fans zu überreden, das genehmigte Spruchband zu entfernen. Rapid bekrittelte seinerseits die "deplatzierte" Ausdrucksweise des ORF-Kommentators Wolfgang Koczi, der vom "Terror der Rapid-Fans" sprach. "Es ist festzuhalten, dass es im Rapid-Fanblock zu keinen gewalttätigen Ausbrüchen gekommen ist." (apa)
