Fußball-Bundesliga: Kärnten verliert im Kellerduell den Anschluss
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Der FC Kärnten hat den Anschluss verloren. Das Schlusslicht der T-Mobile Fußball-Bundesliga musste sich am Mittwoch in Graz dem SK Sturm nach schwacher Leistung mit 0:2 (0:2) geschlagen geben und liegt damit bereits sechs Punkten hinter dem Vorletzten SV Salzburg. Sturm, im Frühjahr noch ohne Niederlage, feierte vor 6.700 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadon dank Treffer von Haas (25.) und Mujiri (32.) einen verdienten Sieg und weist nun neun Punkte Vorsprung auf den FC Kärnten auf.
Kärntens Sportdirektor Didi Constantini äußerte zuletzt Zweifel an Trainer Peter Pacult, die Leistung am Mittwoch wird die Position des neuen sportlichen Chefs wohl nicht gestärkt haben. Kärnten präsentierte sich entsprechend dem Tabellenplatz, drei harmlose Torschüsse in der ersten Hälfte sagen alles über die Leistung.
Sturm kam durch Haas, der nach Dag-Flanke und Fehler von Zajac zum 1:0 traf (25.), und Mujiri sieben Minuten später zur Pausenführung, hätte aber durchaus höher führen können. Rabihou hatte schon in der vierten Minute einen Kopfball-Aufsetzer aus kurzer Distanz über das Tor gesetzt, Rojas (Papac rettete auf der Linie) und Haas (Abpraller über das Tor) vergaben in der 35. Minute im Doppelpack den dritten Treffer.
Durch einen Doppeltausch versuchte Pacult dem Spiel einen neuen Impuls zu geben, doch ein Aufbäumen war bei den Gästen aus Klagenfurt nicht zu sehen. Maric vergab in der 75. Minute mit einem Weitschuss (Mandl wehrte zur Ecke ab), der eingewechselte Akwuegbu traf bei der besten Chance von Kärnten nur die Stange (85.). Sturm zeigte in der zweiten Hälfte allerdings ebenfalls wenig.
Salzburg vs. Bregenz
Der SV Salzburg kann doch noch gewinnen. Mit dem verdienten 2:0 am Mittwochabend in Wals-Siezenheim gegen den SW Bregenz feierten die Mozartstädter im ersten Match wieder unter Peter Assion als Trainer ihren ersten Sieg nach fünf Runden und bauten im Abstiegskampf ihren Vorsprung auf Schlusslicht Kärnten auf sechs Punkte aus. Die noch im sicheren Mittelfeld platzierten Vorarlberger warten nun schon sechs Spiele en suite auf einen Sieg und verloren erstmals in dieser Saison nach zwei Mal 1:0 gegen die Salzburger.
Match eins nach dem gefeuerten Walter Hörmann wurde von den Gastgebern vor den Augen von Kroatiens aktuellem Teamchef und u.a. Ex-Salzburg-Coach Otto Baric in der ersten Hälfte aggressiv sowie mit viel Laufarbeit absolviert, und die Chancen ließen auch nicht auf sich warten. Scharner (4./10.) scheiterte mit zwei Möglichkeiten, ehe der Ex-Austrianer in der 16. Minute zum 1:0 traf, als er einen Eckball von Juliano aus kurzer Distanz einköpfelte. Es war das zweite Tor des Internationalen für seinen neuen Klub, für die Wiener hatte er im Herbst nur ein Mal gescort.
Winklhofer (nach idealen Häßler-Pass/18.), Pichorner (23.) und Häßler mit einem Freistoß (37.) gefährdeten ebenfalls das Tor von Tolja, den Bregenzern gelang vor der Pause im Angriff so gut wie nichts. Das änderte sich etwas nach Seitenwechsel. Die Salzburger bauten immer mehr ab, die Vorarlberger wurden stärker und hatten durch Aslan (54./knapper Fehlschuss) und Konrad (59.) zwei Möglichkeiten.
Im Finish schlugen dann aber wieder die Gastgeber zu. Pichorner jagte den Ball in der 87. Minute zum 2:0 in die lange Ecke, dann scheiterten noch Brenner allein vor Tolja und A. Ibertsberger mit einem Schuss an die Querlatte (jeweils 90.). (apa)
