Schachner nach Verlust der Tabellenführung: "Das ist mir komplett egal"
- "Habe gewusst, dass es bald zu Ende sein kann"
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Lange durfte sich der GAK nicht an der Spitze der österreichischen Fußball-T-Mobile Bundesliga sonnen. Mit dem 1:1 im Grazer Derby gegen Sturm am Sonntag mussten die "Rotjacken" schon nach nur einer Runde auf Rang eins wieder Platz für Titelverteidiger Austria machen, der nach dem 1:0 in Bregenz einen Punkt vor dem GAK liegt. "Der Verlust der Tabellenführung ist mir komplett egal. Es war schön, aber wir haben auch gewusst, dass es bald wieder zu Ende sein kann", nahm Trainer Walter Schachner den Rückfall auf Rang zwei gelassen.
Grund für den ungetrübten Optimismus von "Schoko" ist die gute Leistung seiner Kicker in der zweiten Hälfte. "Da war ich sehr zufrieden, deswegen kann ich auch zuversichtlich in die Zukunft schauen", erklärte Schachner, dessen Elf Neo-Sturm-Goalie Thomas Mandl durch den Kopfball-Treffer von Aufhauser (51.) als erste Mannschaft im Frühjahr bezwang.
Schoko von Keeper Schranz begeistert
In den ersten 45 Minuten allerdings hatte Sturm mehr vom Spiel. Auch danach hatten die "Blackys" noch einige Chancen, scheiterten aber an GAK-Keeper Andreas Schranz, der von seinem Betreuer in höchsten Tönen gelobt wurde: "Heute hat das ganze Land gesehen, wer der beste österreichische Tormann ist."
In der ersten Hälfte unter Normalform
Im Gegensatz zu Schranz spielten dessen Kollegen zumindest vor dem Seitenwechsel unter ihrer Normalform. Einen Zusammenhang zwischen der Last der Tabellenführung und der dürftigen Leistung in dieser Phase wollte Schachner nicht ausschließen. "In der ersten Hälfte hat es so ausgesehen, als ob wir gehemmt wären. Vielleicht hat Platz eins in den Hinterköpfen meiner Spieler herumgespukt, schließlich werden wir immer in die Favoritenrolle gedrängt. Aber die Spieler sind Menschen, keine Maschinen", verteidigte der Coach seine Mannschaft.
GAK weist Kartnig-Kritik zurück
Der GAK hat in einer Aussendung den Vorwurf von Sturm-Boss Hannes Kartnig, ihm wären für das Grazer Derby schlechte Karten angeboten worden, entschieden zurückgewiesen. "Der GAK hat den Sturm-Vertretern gleichwertige Karten gegeben, wie sie der Stadtrivale zur Verfügung stellt, wenn er selbst Veranstalter ist. Diese Tickets gelten für Plätze, wie sie jeder Bundesliga-Gastverein vom GAK im Schwarzenegger-Stadion bekommt", hieß es in der Stellungnahme.
Versöhnliche Töne
Es wurden aber auch versöhnliche Töne angeschlagen. "Im Sinne guter Grazer Fußball-Kooperation möchte Präsident Roth festhalten, dass die Vertreter des SK Sturm beim nächsten Derby, das vom GAK veranstaltet wird, Karten für jene Sitze erhalten, die sie sich ausdrücklich wünschen."
Beschwerde über schlechte Tickets
Kartnig hatte sich im Vorfeld des Derbys (1:1) über die vermeintlich schlechten Tickets beschwert und das Match aus Protest daheim vor dem Fernseher mitverfolgt.
(apa/red)
