Immer wieder Schumi: Weltmeister siegt in Malaysien!
- 2. Montoya, 3. Button - Vorarlberger Klien fährt auf Rang zehn
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"Ferrari-Dominanz schlecht für Sport"
Weltmeister Michael Schumacher hat auch das zweite Saison-Rennen in der Formel-1-WM gewonnen. Der deutsche Ferrari-Pilot siegte am Sonntag in Sepang vor dem Kolumbianer Juan Pablo Montoya (Williams-BMW) und dem Briten Jenson Button (BAR-Honda). Es war sein insgesamt 72. GP-Sieg und sein dritter Erfolg im Großen Preis von Malaysia. PLUS: Alle BILDER und Infos vom Rennen finden Sie im Kasten rechts!
Der Vorarlberger Christian Klien kam auch in seinem zweiten Rennen in der Königsklasse ins Ziel. Nach Rang elf in Melbourne erreichte der 21-Jährige im Jaguar-Cosworth mit Platz zehn sein selbst gestecktes Ziel.
Schumi nach 3. Sepang-Sieg überglücklich
Schumacher war nach seinem dritten Sieg in Sepang, dem ersten seit 2001, überglücklich. "Wir hatten mit Schwierigkeiten gerechnet, aber Bridgestone hat nach den Problemen in den vergangenen Jahren einen fantastischen Job gemacht. Es gibt nichts Schöneres, als so nach Hause zu fahren", sagte der Deutsche, der am Montag mit seinem Sohn Mick dessen fünften Geburtstag feiern wird.
Nach dem Ferrari-Doppelsieg in Melbourne wurde der 35-Jährige diesmal härter gefordert, musste die Führung nach der 57. Poleposition seiner Karriere aber nur bei den ersten zwei von insgesamt drei Boxenstopps kurz abgeben. "Es war ein enges Rennen mit Juan, der mich seinen Atem hat spüren lassen. Bis zum Schluss war nicht klar, wohin die Reise geht, denn es war schwierig einzuschätzen, wie sich Auto und Reifen entwickeln", erklärte der Wahl-Schweizer Schumacher.
Experten befürchten "fade" WM-Saison 2004
Vielfach wird bereits ein Alleingang von "Schumi I" und damit eine "fade" WM-Saison befürchtet und auch die Statistik spricht dafür: Seit 1991 hat der Gewinner der ersten zwei WM-Rennen jeweils auch den Titel erobert. Montoya möchte freilich einen Alleingang des Rekord-Weltmeisters verhindern. "Aber dazu müssen wir hart am Auto arbeiten, wir brauchen einen Wagen, der überall beständig ist. Den haben wir im Gegensatz zu Ferrari noch nicht."
2. Ausfall: Räikkönen der große Verlierer
Während dem vom letzten Platz gestarteten Fernando Alonso (ESP/Renault) mit Platz sieben und Felipe Massa (BRA/8.) mit dem ersten WM-Punkt der Saison in der Heimat von Sauber-Teamsponsor Petronas Teilerfolge gelangen, war Vize-Weltmeister und Vorjahressieger Kimi Räikkönen der große Verlierer. Der finnische McLaren-Mercedes-Pilot schied auch im zweiten Rennen wegen eines mechanischen Defekts aus, sein Teamkollege David Coulthard belegte nach Rang acht in Australien diesmal den sechsten Platz.
Verpatztes Rennen für Mark Webber
Ausgeschieden sind auch Ralf Schumacher, der zweite Williams-BMW-Pilot, wegen eines Motorschadens, und - wie schon in seiner Heimat - der Australier Mark Webber. Der Teamkollege von Klien hatte den Start aus Reihe eins völlig verpatzt (13.), arbeitete sich gleich wieder auf Rang neun vor, doch in Runde 26 drehte er sich mit blockierenden Reifen von der Strecke.
Offizielles Endergebnis des GP von Sepang
| 1. | Michael Schumacher | GER | Ferrari | 1:31:07,490 Std |
| 2. | Juan Pablo Montoya | COL | Williams-BMW | +00:05,022 |
| 3. | Jenson Button | GBR | BAR-Honda | +00:11,568 |
| 4. | Rubens Barrichello | BRA | Ferrari | +00:13,616 |
| 5. | Jarno Trulli | ITA | Renault | +00:37,360 |
| 6. | David Coulthard | GBR | McLaren-Mercedes | +00:53,098 |
| 7. | Fernando Alonso | ESP | Renault | +1:07,877 |
| 8. | Felipe Massa | BRA | Sauber-Petronas | +1 Runde |
| 9. | Cristiano da Matta | BRA | Toyota | +1 Runde |
| 10. | Christian Klien | AUT | Jaguar-Cosworth | +1 Runde |
| 11. | Giancarlo Fisichella | ITA | Sauber-Petronas | +1 Runde |
| 12. | Olivier Panis | FRA | Toyota | +1 Runde |
| 13. | Giorgio Pantano | ENG | Jordan-Ford | +2 Runden |
| 14. | Gianmaria Bruni | ITA | Minardi-Cosworth | +3 Runden |
| 15. | Takuma Sato | JPN | BAR-Honda | +4 Runden |
| 16. | Zsolt Baumgartner | HUN | Minardi-Cosworth | +4 Runden |
Ausgeschieden: Kimi Räikkönen (FIN) McLaren-Mercedes, Mark Webber (AUS) Jaguar-Cosworth, Nick Heidfeld (GER) Jordan-Ford, Ralf Schumacher (GER) Williams-BMW
(APA/Red.)
