Serie A: Silvio Berlusconi verspricht die Rettung angeschlagener Vereine
- Dekret-Verabschiedung um Lizenzentzug zu verhindern
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Der italienische Regierungschef und Präsident von AC Milan, Silvio Berlusconi, fordert seine politischen Verbündeten und die Opposition heraus und plant bis Donnerstag die Verabschiedung eines Dekret zur Rettung der finanziell angeschlagenen Fußballklubs. "Wenn wir keine Schritte unternehmen, damit die Fußballvereine ihre Schulden mit dem italienischen Fiskus in Raten abzahlen können, würden Klubs wie AS Roma und Lazio Rom nicht die Lizenz für die kommende Saison erhalten. In Italien würde eine Revolution ausbrechen", warnte Berlusconi nach Angaben italienischer Medien am Sonntag.
Der Ministerpräsident und Medienzar erwägt ein Dekret, dank der die Klubs ihre Schulden beim Fiskus in Raten abbezahlen können. Die Serie A und B-Klubs sind mit der Steuerzahlung stark in Verzug geraten. Sie schulden dem Fiskus insgesamt 510 Millionen Euro. Die am höchsten verschuldeten Klubs sind AS Roma, Lazio Rom, AC Parma, Chievo Verona und Perugia
Zugleich denkt Berlusconi an Steuerbegünstigungen für jene Klubs, die ihre Schulden abbezahlt haben und ihre Bilanzbücher in Ordnung halten. Klubs sollen gezwungen werden, die Zahl ihrer Spieler einzuschränken und derer Gehälter zu reduzieren.
Die Regierungsmaßnahmen gelten in italienischen Fußballkreisen als notwendig, um zu vermeiden, dass 60 Prozent der Klubs der Serie A und B von der nächsten Meisterschaft ausgeschlossen werden.
Die Regierung Berlusconi hatte bereits im vergangenen Jahr ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das Steuererleichterungen für italienische Spitzenfußballvereine vorsieht. Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein prüft noch die steuerliche Seite des Gesetzes.
Berlusconis Pläne zur Rettung der Klubs lösten den Protest der Opposition aus. "Berlusconi gibt den Reichen und nimmt den Armen", protestierten Gewerkschaftssprecher. Auch die mit Berlusconi verbündete Regierungspartei Lega Nord äußerte Bedenken über die Rettungspläne des Ministerpräsidenten. (APA/Red.)
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