Ferrero will Präsidentin werden: Kampf-Lächeln bis zum Umfallen!
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Kampf-Lächeln bis zum Umfallen im Duell um das höchste Amt im Staat: Das Ringen um Stimmen verlangt beiden Kandidaten alles ab! Exakt eine Woche nach Heinz Fischer startete Benita Ferrero-Waldner Donnerstag Abend offiziell in den Präsidentschafts-Wahlkampf. Bei einem Großevent in der Vösendorfer "Pyramide" versprach die Außenministerin ihren Anhängern "bis zum Umfallen zu kämpfen, um die erste Bundespräsidentin Österreichs zu werden". Als Staatsoberhaupt will Ferrero-Waldner "keine Oberlehrerin der Nation und keine Besserwisserin" sein: "Ich werde mich in die politischen Tagesgeschäfte nicht einmischen."
Zu der Veranstaltung im "Pyramide"-Hotel hatten die Unterstützer der Außenministerin jede Menge Prominenz geladen. Als Redner kamen unter anderem Kanzler Wolfgang Schüssel, Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll sowie Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder zu Wort. Aus der Fernseh-Szene outeten sich "Soko Kitzbühel"-Star Christina Sprenger und "Schlosshotel Orth"-Darsteller Albert Fortell als Ferrero-Waldner-Fans. Für die musikalische Umrahmung sorgten Sandra Pires und das "No Problem Orchester". Durch den Abend führte "Pro7-Austria-Moderatorin" Sabine Mord.
Gleich zu Beginn ihrer Rede versicherte Ferrero-Waldner, dass der Event einen großen Augenblick für sie darstelle - "und ich habe zur Feier des Tages mein berühmtes Kampflächeln für Euch mitgebracht". Dieses sei eines ihrer Symbole neben internationaler Erfahrung, Reform- und Einsatzfreude, "anerkanntem Durchsetzungsvermögen" und einigem Mehr.
Auch das Frauenthema prägte die Ansprache der VP-Kandidatin. Den im Wahlkampf herumgeisternden Spruch "Frau sein genügt nicht" empfindet Ferrero-Waldner als "uraltes sexistisches Argument" und Beleidigung für alle Frauen. Daher sei es ihr auch unverständlich, dass dieser Sager vor allem von jenen verwendet werde, die seinerzeit mit dem Slogan "es soll endlich eine Frau Bundespräsidentin werden" gescheitert seien und jetzt "frustriert" einen Mann empfehlen, richtete die Außenministerin den Fischer-Unterstützerinnen Heide Schmidt, Gertraud Knoll und Freda Meissner-Blau aus.
Nicht ausgelassen wurde von Ferrero-Waldner naturgemäß auch ihre internationale Erfahrung, etwa im Kampf gegen die "rechtswidrigen Sanktionen" der EU-14 gegen Österreich: "Patriotismus nicht Partei war die Devise, die mich damals geleitet hat, mich in meinem ganzen beruflichen Leben geleitet hat und auch immer leiten wird." Zurufe von außen verbat sich die Außenministerin auch im Zusammenhang mit französischer Kritik am rot-blauen Pakt in Kärnten.
Bezüglich ihrer Amtsführung als Staatsoberhaupt erklärte Ferrero-Waldner, sie wolle vieles anders machen - in Stil und Inhalt. Dabei wolle sie etwa die Tore der Hofburg weit aufmachen: "Ich will zu den Menschen gehen und die Menschen sollen zu mir kommen können. Im 21. Jahrhundert muss der Bundespräsident zugänglich sein und zuhören können." Als besonderen Vorteil schilderte Ferrero-Waldner ihre Vielsprachigkeit: "Ich kann Euch versichern, dass die Übersetzungskosten in der Hofburg noch nie so gering gewesen sein werden, wenn ich Bundespräsidentin bin."
Unter den Palmen des Pyramide-Hotels in Vösendorf (NÖ) ist Außenministerin Benita Ferrero-Waldner in ihren Hofburgwahlkampf gestartet. Bejubelt von rund 4.000 Fans und begleitet von ihrem Ehemann Francisco und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel schritt die Außenministerin unter lautem Applaus und dem Jamelia-Song "Superstar" durch die Reihen. Für ihren Ehrentag hatte sich Ferrero-Waldner in Weiß-Rot-Creme gekleidet. (apa/red)
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