Frauenpower für Fischer: Drei Ex-Kandidatinnen wollen ihn als Präsidenten
- Meissner-Blau, Schmidt und Knoll würdigen Fischers soziales Gewissen, seine Sensibiltät und seinen Einsatz für die Frauen
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Frauenpower total für Heinz Fischer: Die drei früheren Präsidentschaftskandidatinnen Freda Meissner-Blau, Heide Schmidt und Gertraud Knoll haben die Werbetrommel für den SPÖ-Bewerber gerührt. Die drei Damen verwiesen vor allem auf Fischers soziales Gewissen, seine Sensibilität, seine Haltung für die Neutralität und sein tatsächliches Eintreten für die Gleichberechtigung der Frauen - im Gegensatz zur ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner.
"Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube, ich hätte gerne eine Frau gewählt", sagte Meissner-Blau. Bedingung wäre aber gewesen, dass sie die gleichen Fähigkeiten, Kompetenzen, die gleiche Krisenfestigkeit gehabt hätte. Hier neige sich die Waage aber "so eindeutig" zu Fischer, dass sie nur ihn wählen könne.
Meissner-Blau stellte die Frage, was Ferrero-Waldner für die Frauen geleistet habe um sie auch gleich selbst zu beantworten: In ihrem Außenministerium gebe es unter den 14 Sektionschefs und Stellvertretern nur eine Frau.
Die Frauenfrage sei nicht eine Geschlechterfrage, sondern eine Frage der Einstellung. Fischer habe im Parlament bewiesen, dass er die Frauen fördere.
"Lebendiger, bebender" Fischer
In der Frage der Neutralität könne man entweder dafür oder dagegen sein, aber nicht einmal dafür und einmal dagegen wie Ferrero-Waldner. Die Darstellung Fischers als "grauen Funktionär" wies Meissner-Blau zurück. Er sei ein "äußerst lebendiger", ein "geradezu bebender Mensch".
Moralische Autorität
Für Heide Schmidt gibt es die Wahl zwischen einer "moralischen Autorität" und einer "Repräsentantin". Fischer stehe für "Offenheit, Toleranz, Solidarität und vor allem für Fairness". Als Nationalratspräsident habe Fischer Fairness, Überparteilichkeit und Sensibilität bewiesen. Diese Sensibilität fehle Ferrero-Waldner.
Gertraud Knoll würdigte Fischer als "soziales Gewissen" und als "besten Hüter der Demokratie, den Österreich haben kann". Für sie ist er "nicht nur eine erfahrener, gebildeter und kompetenter Staatsmann, sondern auch ein bezaubernder Mensch". Als sie Morddrohungen erhalten hatte, habe Fischer sie angerufen und ihr und ihrer Familie Hilfe angeboten, erzählte Knoll.
Fischer habe nicht nur ein soziales Gewissen, er lebe das auch aus tiefer Überzeugung. Das sei in einer Zeit, in der viele Menschen in die Armut gedrängt würden, wichtiger als eine "Charity-Politik".
(apa, red)
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