Mittwoch, 17. März 2004

Spanien-Abzug aus Irak: Wahlsieger bleibt trotz US-Appell seiner Linie treu

  • Präsident Bush an Zapatero: Das wäre "schreckliche Botschaft"
  • Terror-Drohungen gegen Frankreich

Spaniens Wahlsieger Jose Luis Rodriguez Zapatero bleibt trotz einem eindringlichen US-Appell seiner Linie treu: Er will 1.300 Soldaten aus dem Irak abziehen, falls die Vereinten Nationen nicht bis Mitte des Jahres die Verantwortung übernehmen. Präsident Bush warnte den designierten Ministerpräsidenten vor dramatischen Folgen: Der Abzug wäre eine "schreckliche Botschaft"

"Meine Position ist die gleiche", sagte Zapatero am Mittwoch dem Hörfunksender Onda Cero. "Ich habe sie während des gesamten Wahlkampfs erläutert." Zapatero hat angekündigt, die rund 1.300 spanischen Soldaten aus dem Irak abzuziehen, sollten die Vereinten Nationen dort nicht bis Jahresmitte die Verantwortung übernehmen.

Bush hatte die europäischen Verbündeten zuvor aufgerufen, an der Seite der USA im Irak zu bleiben. Das Ziel der Terroristen sei es, "dass die Welt sich versteckt, ... dass unsere Entschlossenheit erschüttert wird", sagte Bush. Dies werde aber nicht geschehen. Bushs Sprecher warnte, Spanien würde mit einem Abzug seiner Soldaten eine "schreckliche Botschaft" schicken, da es dann zuließe, dass Terroristen die Politik beeinflussten. (apa)

17.3.2004 10:32