Abzug aus dem Irak: 1.300 Spanier ab 30. Juni zuhause?
- Neue UN-Resolution soll Zapateros Bedenken ausräumen
·Nach Wahl-Sieg
Spanien zieht Irak- Soldaten ab!
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Rom schließt Irak- Rückzug aus
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Deutsche ziehen sich nicht zurück
·Madrid-Bomben
El Kaida bekennt sich zu Anschlägen
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Der Wortlaut der Terror-Botschaft
Der designierte spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hatte nach seiner Wahl angekündigt, beim Ausbleiben eines UNO-Mandats bis zum 30. Juni die Soldaten nach Hause zu holen. Die USA wollen das verhindern - und streben daher eine rechtzeitige UN-Resolution an.
Teile der US-Administration wollen einfach abwarten: Da Zapatero von der Bedeutung einer Kontrolle des Irak-Einsatzes durch die Vereinten Nationen (UNO) gesprochen habe, sei denkbar, dass Änderungen an dem Einsatz ihn zufrieden stellen könnten.
Neue Resolution
Aus anderen US-Kreisen war verlautet, die USA könnten sich um eine neue UNO-Resolution zum Irak bemühen, um Verbündete vor dem angekündigten Machtwechsel im Irak entgegenzukommen.
Der Sozialist Zapatero hatte im Wahlkampf den Abzug der 1300 spanischen Truppen versprochen. Er übernimmt die Macht von dem Konservativen Jose Maria Aznar, der einer der engsten Verbündeten der USA während des Irak-Kriegs war. Die Mehrheit der Spanier lehnen den Einsatz ihrer Soldaten im Irak ab.
Zahlreiche Wähler sahen zudem in den verheerenden Bombenanschlägen in Madrid eine Folge von Aznars Politik und sorgten für einen unerwarteten Sieg der Sozialisten.
"Wenn die Spanier abziehen, ist das offensichtlich schlecht", sagte der Militärexperte Michael O'Hanlon von der Brookings Institution. Jedoch machten die spanischen Soldaten nur ein Prozent der gesamten Truppenstärke der US-geführten Irak-Koalition aus.
"Eine riesige Bedeutung könnte es nur dann haben, wenn es einen Domino-Effekt auslöst, bei dem andere Staaten abziehen. Ehrlich gesagt besteht diese Gefahr", sagte er. So könnte Italien seine 3000 Soldaten im Irak ebenfalls abziehen.
Islam-Extremisten im Internet
Islamische Extremisten haben nach einem Fernsehbericht bereits vor Monaten im Internet über die Möglichkeit diskutiert, das Wahlergebnis in Spanien durch einen Terroranschlag kurz vor dem Urnengang zu beeinflussen.
Ein Internet-Nutzer habe im Internet-Forum Global Isalmic Media einen Text ins Netz gestellt, wonach Anschläge kurz vor der Wahl in Spanien den Sozialisten zu einem Sieg verhelfen und zu einem Abzug der spanischen Truppen aus Irak führen könnten, berichtete der britische Fernsehsender Channel 4 News am Montag.
Das Internet-Forum sei bereits in der Vergangenheit von mutmaßlichen El-Kaida-Anhängern genutzt worden.
(apa, red)
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