Jagd auf Terroristen: Sechs mutmaßliche Madrid-Attentäter identifiziert
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Die spanischen Behörden haben laut einem Zeitungsbericht sechs Marokkaner als mutmaßliche Attentäter von Madrid identifiziert. Neben dem festgenommenen Jamal Sugam handele es sich um fünf bisher flüchtige Marokkaner. Sugam soll nicht nur mit den Selbstmord-Attentätern von Casablanca, sondern auch mit den Tätern des 11. September 2001 Kontakte unterhalten haben.
Der Zeitung zufolge halten die Ermittler das am vergangenen Samstag gefundene Bekennervideo, in dem ein Sprecher im Namen der Terrororganisation El Kaida die Verantwortung für die Anschläge übernahm, für echt. Der Sprecher sei jedoch noch nicht identifiziert worden.
Sugam sei von zwei Passagieren eines der Unglückszüge wiedererkannt worden. Er sei kurz vor den Bombenanschlägen vom vergangenen Donnerstag mit dem Zug gefahren, berichtete "El Pais". Dem Bericht zufolge schließen die Ermittler nicht aus, dass neben den sechs Marokkanern noch weitere Menschen verschiedener Nationalitäten an den Anschlägen beteiligt gewesen sein könnten, bei denen 200 Menschen getötet und fast 1500 verletzt wurden.
Zougam war am Samstag gemeinsam mit zwei Landsleuten und zwei Indern festgenommen worden. Zunächst war ihnen nur zu Last gelegt worden, ein Handy beschafft zu haben, das als Zünder bei den Anschlägen dienen sollte.
Zougam soll nach Polizeierkenntnissen auch Kontakte zu jenen islamistischen Gruppen haben, die im Mai des vergangenen Jahres Anschläge auf jüdische und spanische Einrichtungen in der marokkanischen Großstadt Casablanca verübt hatten. Dabei hatten zwölf Selbstmordattentäter 33 Menschen mit in den Tod gerissen.
Er soll außerdem Kontakte zu den Attentätern des 11. September 2001 gehabt haben.
(apa/red)
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