Kampf gegen Terror: Experten treffen einander in Madrid
- Hilfe bei Fahndung nach Attentätern - Datum steht jedoch noch nicht fest
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Terrorismus-Experten der Polizeikräfte aus mehreren europäischen Ländern kommen demnächst in der spanischen Hauptstadt zusammen, um bei der Fahndung nach den Attentätern von Madrid zu helfen. Wie der spanische Innenminister Angel Acebes am Montagabend mitteilte, sollen an dem Treffen Beamte aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien teilnehmen. Ein Datum stehe noch nicht fest.
Marokkanische Ermittler versuchen derzeit in Madrid, die Identität eines angeblichen Sprechers des Terrornetzes El Kaida festzustellen, der in einem Video die Verantwortung für die Anschläge mit 200 Toten übernommen hatte.
Nach Angaben des Ministers steht noch nicht fest, ob einer der fünf festgenommenen Verdächtigen direkt an den Attentaten auf vier Madrider Pendlerzüge beteiligt war. Bisher gebe es dafür keine Beweise. Allerdings sei eine Beteiligung auch nicht auszuschließen.
Acebes dementierte Berichte, wonach einer der Attentäter bei den Anschlägen ums Leben gekommen sei. Den Gerichtsmedizinern, die die Toten identifizieren, lägen keiner Anhaltspunkte für eine solche Annahme vor.
Die spanische Polizei hatte drei Marokkaner und zwei Inder im Zusammenhang mit den Anschlägen festgenommen. Nach Presseberichten könnte einer der Marokkaner möglicherweise einer der Terroristen sein.
Der 30-jährige Jamal Zougam soll einer islamischen Terrorgruppe mit Verbindungen zu El Kaida angehören, die bereits hinter den Selbstmordanschlägen mit 45 Toten in der marokkanischen Wirtschaftsmetropole Casablanca im Mai 2003 gestanden habe, schrieb die Zeitung "El País".
Zougam und ein ebenfalls gefasster Landsmann werden zudem in Verbindung gebracht mit einer Terrorzelle El Kaidas, die Ende 2001 in Spanien zerschlagen worden war. Sie soll die Anschläge des 11. September in den USA mit vorbereitet haben und Kontakte zur Hamburger Zelle um Mohammed Atta gehabt haben.
Die Marokkaner und Inder waren im Zusammenhang mit einem Handy festgenommen worden, das den Zündmechanismus einer nicht explodierten Bombe auslösen sollte. Zougam und seine mutmaßlichen Komplizen betrieben nicht weit von den Tatorten entfernt im Zentrum Madrids einen Telefonladen, hieß es.
Aus Furcht vor weiteren Anschlägen ist die Sicherheit auf Spaniens Flughäfen derweil verschärft worden. In Madrid würden auch Angestellte und die Crews stärker kontrolliert, teilten die Behörden mit. Auch die Polizeipräsenz wurde ausgeweitet. Das Nahverkehrsnetz der Madrider Bahn nahm am Montag wieder den normalen Betrieb auf. Es war von den Attentaten teilweise lahm gelegt worden.
(apa/red)
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