Gemeinsamer Terror-Kampf: Strasser will EU-weiten Geheimdienst
- Angst vor Attentaten: Sprengstoffhunde überwachen Wiener Airport!
- Terror-Panik: EU-Krisengipfel am nächsten Montag
·Alarmstufe rot
Sprengstoffhunde am Wiener Airport!
·Madrid-Bomben
El Kaida bekennt sich zu Anschlägen
Maßnahmen gegen den Terror - nach Möglichkeit grenzüberschreitend. Das wollen alle Sicherheitsexperten. Österreichs Innenminister Strasser sorgt mit folgender wortmeldung für Aufregung: Er möchte "Schritte hin zu einem europäischen Nachrichtendienst".
Ernst Strasser (V) am Montag gegenüber der APA: "Wir müssen nach den Anschlägen von Madrid sehr klar sehen, dass die Länder der Europäischen Union keine Insel der Seligen, sondern Angriffsziele für Terroristen sind." Daher seien stärkere Investitionen für eine Vernetzung nachrichtendienstlicher Informationen notwendig.
Der Innenminister hatte bereits vor einigen Wochen einen entsprechenden Vorstoß unternommen, der bei der EU reserviert aufgenommen wurde. Das habe sich nun geändert, sagte er unter Verweis auf entsprechende Aussagen seines deutschen Amtskollegen Schily und des belgischen Premierministers Verhofstadt. Grundlage für Initiativen sei die Sicherheitsstrategie des EU-Außenpolitikbeauftragten Javier Solana.
Strasser schlug eine Informations- und Analyseplattform vor, "durchaus unter Nutzung bestehender Einrichtungen wie Europol". In einer ersten Phase könnte diese Plattform nach den Vorstellungen des Innenministers auch beim Europol-Büro in Den Haag angesiedelt sein. Zunächst sollte es dabei ausschließlich um die Terrorbekämpfung gehen, wobei das Thema Proliferation miteingeschlossen sei.
"Ich habe bereits Kontakt mit den Mitgliedern der Salzburger Gruppe aufgenommen", erklärte der Innenminister. Dazu gehören die EU-Beitrittsländer Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien (rpt. Slowenien). "Es geht dabei um eine einheitliche Sprachregelung unserer Gruppe bei den Verhandlungen." Auch mit der Präsidentschaft der Union sei bereits ein Kontakt hergestellt. (apa)
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