SPD-Parteitag in Berlin: Müntefering mit 95,1% gewählt
- Tränenreicher Abscheid: Schröder sagte leise Ade
- PLUS: Müntefering - die "Seele der Partei"
·SPD-Wechsel
Schröder: Tränen zum Abschied
SPD-Fraktionschef Franz Müntefering ist mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden der deutschen Sozialdemokraten gewählt worden. Auf dem Sonderparteitag in Berlin stimmten am Sonntag 95,11 Prozent der Delegierte für ihn. Der 64-Jährige erhielt 448 Ja-Stimmen, 22 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung. Sein Amtsvorgänger, der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder, hatte bei seiner letzten Wahl im vorigen November 80,83 Prozent erzielt.
Schröder war wegen anhaltender innerparteilicher Kritik am Reformkurs nach fünf Jahren im Amt zurückgetreten. Müntefering, der Chef der Bundestagsfraktion bleiben soll, hat sich zur Fortsetzung der Reformen bekannt und die Partei zu deren geschlossenen Unterstützung aufgefordert.
Benneter neuer SPD-Generalsekretär
Die SPD hat den Berliner Bundestagsabgeordneten Klaus Uwe Benneter zum neuen Generalsekretär gewählt. Der Jurist erhielt am Sonntag auf dem SPD-Sonderparteitag in Berlin 79,5 Prozent der gültigen Stimmen. Benneter kam auf 360 Ja-Stimmen, 59 Delegierte stimmten mit Nein, 34 enthielten sich. Er ist Nachfolger des glücklosen Generalsekretärs Olaf Scholz, der im November in Bochum mit 52,6 Prozent nur knapp wiedergewählt worden war.
Scholz hatte seinen Posten am 6. Februar zur Verfügung gestellt. Damals hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder seinen Rückzug vom SPD-Vorsitz bekannt gegeben, den SPD-Fraktionschef Franz Müntefering übernommen hat. (apa)
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